Schnelleres Internet für ganz Florstadt

  • vonCathrin Lutz
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Florstadt (cat). Einig ist man sich im Florstädter Stadtparlament darüber, in allen sechs Stadtteilen möglichst bald einen schnelleren Internet-Anschluss zur Verfügung zu stellen. Realisiert werden könne dies nur durch die Verwendung von Glasfaserkabeln in jedem Haushalt, heißt es in der entsprechenden Vorlage des Magistrats.

Zwar hatte die Telekom vor einigen Jahren alle Stadtteile mit Glasfaserleitungen angeschlossen. Meist jedoch ist auf der »letzten Meile« zum Anschluss in Häusern und Wohnungen die vorhandene Kupfer-Telefonleitung verwendet worden. Mit Vectoring-Technik sind so im besten Fall 100 Megabit pro Sekunde im Download und 40 Mbit/s als Upload-Tempo zu erreichen.

Seit geraumer Zeit führt Bürgermeister Herbert Unger Gespräche mit unterschiedlichen Anbietern. Er konnte daraus nun berichten: Die Telekom plant bis auf Weiteres keinen Glasfaserausbau bis in die Häuser, und Vodafone wollte mit der Deutschen Glasfaser nur Nieder- und Ober-Florstadt anschließen, was im Rathaus abgelehnt wurde. Kurz danach bot die Deutsche Glasfaser an, den Ausbau in allen sechs Stadtteilen alleine vornehmen zu wollen. Auch Giga-Netz habe sich im Wetteraukreis ins Gespräch gebracht, allerdings fehlten bislang jegliche Referenz, sagte Unger.

Verbindungen bald vorhanden

Als »sehr interessant« würdigte er die Fortschritte der Firma »YplaY«, die zuletzt Limeshain versorgt hat und derzeit in Niddatal und Altenstadt den ffht-Gigabit-Ausbau (ffth=fibre to the home/Glasfaser bis ins Haus) vorantreibt. Das bedeute, dass in Kürze die Verbindungen zum Backbone (Glasfasernetz) sowohl in Wickstadt als auch in Altenstadt anliegen, was das Florstädter Stadtgebiet sehr interessant für »YplaY« mache.

Die bisherigen Referenzen seien sehr gut, die technischen Voraussetzungen hervorragend, und für Kunden werde ein regionales Unternehmen mit festen Ansprechpartnern immer besser sein als ein internationaler Konzern, sagte Unger.

Das sahen die Parlamentarier genauso und segneten eine Absichtserklärung mit »YplaY« und der Partnerfirma HessenKom Netz GmbH (beide mit Sitz in Altenstadt) ab. Die Kommune bekundet darin das Interesse, im Stadtgebiet ein Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz errichten und betreiben zu lassen.

Mario Stelz (SPD) sagte, so werde Florstadt fit gemacht werde für die Zukunft, Gerhard Salz (Grüne) erinnerte an die Betriebe und Selbstständigen sowie viele Mitarbeiter im Homeoffice, die auf schnelles Internet angewiesen seien. Christel Schmidt (CDU) war es wichtig, dass alle Stadtteile gleichermaßen davon profitieren.

Bürgermeister Unger sagte, nun gelte es, keine Zeit zu verlieren: Als nächstes sollte es eine Info-Veranstaltung geben.

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