Salz: Unger wirft mit Schlamm

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Florstadt(pm/dab). Nach dem "Eklat im Stadtparlament" (WZ vom Freitag) meldet sich Grünen-Abgeordneter Gerhard Salz zu Wort. Er hatte in der Sitzung darauf gepocht, dass für die Aufnahme von Dringlichkeitsanträgen auf die Tagesordnung eine Zweidrittelmehrheit nötig ist - die aber durch die coronabedingt verringerte Anzahl der Abgeordneten gar nicht erreicht werden konnte. Bürgermeister Herbert Unger hatte Salz’ Verhalten als "abscheulich und ekelerregend" bezeichnet.

Nun kontert Salz: Statt eine "Schimpfkanonade" gegen die Grünen "abzufeuern", hätte man innerhalb der SPD "mit dem Schuldigen für die Verzögerung" sprechen sollen. Zur Erklärung: Torsten Trupp (SPD) hatte in der Sitzung gesagt, er habe aus beruflichen Gründen die Frist versäumt. Salz: "Ein Bürgermeister sollte sich aus den Angelegenheiten des Parlaments heraushalten. Hier hat er sich in unverschämter Art und Weise eingemischt. Er lässt als oberster Wahlkämpfer der Florstädter SPD keine Gelegenheit aus, den politischen Gegner mit Schlamm zu bewerfen und völlig unsachlich zu argumentieren. Arme SPD!"

Beide Anträge, die nun in der nächsten Sitzung behandelt werden, sind laut Salz nicht dringlich. Die Sanierung der Nieder-Mockstädter Synagoge werde als Haushaltsangelegenheit im Parlament diskutiert. Und: Die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands, die genutzt werden solle, um Quoten für die Verteilung von Flüchtlingen festzulegen, gehe noch bis zum Jahresende.

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