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Als großen Erfolg verbucht die SPD ihre Aktion »Sauberes Florstadt«.

Reichlich Unrat in der Landschaft

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Florstadt (pm). Unter dem Motto »Wir sammeln wilden Müll« waren die Florstädter Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, 14 Tage lang in allen Stadtteilen illegalen Müll einzusammeln, der von Fußgängern, Fahrrad- und Autofahrern an Straßenrändern, auf Feld- und Waldwegen oder Wiesen zurückgelassen wurde. Zu der Aktion »Sauberes Florstadt, die am vergangenen Samstag zu Ende ging, hatte die SPD aufgerufen.

Ein Gespräch zwischen den Arbeitskolleginnen Janine Lang und Rebecca Wolf in deren Mittagspause war der Grundstein für diese Sammelaktion. »Wir haben beobachtet, wie viel Müll an Straßen- oder Feldrändern und auf Wiesen herumliegt und überlegten, eine Sammelaktion gemeinsam mit Florstädter Bürgern/innen zu starten«, erklären die Ideengeber.

Doch ist das zu Corona-Zeiten überhaupt machbar? »Ja! In dem jede(r) für sich allein oder mit der Familie sammelt und alles zu einem vorgegebenen Termin an einem zentralen Punkt zusammengetragen wird.« Mit ihren Überlegungen traten die Initiatorinnen an den SPD-Vorstand heran, der ihnen zügig das »Go« gab. Innerhalb von zwei Wochen stand das Konzept und die Aktion konnte starten. »Es zeigte sich schnell, dass wir mit unseren Eindrücken über zu viel Müll in der Umwelt nicht alleine sind«, so Lang. Einige machten Fotos von ihren Sammeltouren und verlinkten die SPD Florstadt in den sozialen Medien, um zu zeigen: »Wir machen mit«. 14 Tage lang wurde gesammelt was das Zeug hielt, und dennoch sei es erschreckend gewesen, zu sehen, wie schnell die gerade erst gesäuberten Plätze wieder vollgemüllt gewesen seien. »Manchmal ärgerte man sich über diese Umweltsünder«, sagt Wolf, »umso mehr erfreute man sich hingegen über die oft fremden Menschen, ob Radfahrer oder Autofahrer, die im Vorbeifahren einfach »Danke« sagten. Eine kleine Geste, die einem den Ärger über den ganzen Müll in der Umwelt vergessen lässt.«

Viel Zuspruch für die Initiative

Am vergangenen Samstag erfolgte die Abgabe des gesammelten Abfalls auf dem Bauhof. SPD-Vorsitzender Dieter Richter begrüßte die fleißigen Helfer, denen auch Lang dankte: »Wir freuen uns sehr, dass die Aktion so viel Zuspruch erhalten hat.« Zu der Zusammenkunft auf dem Bauhof waren auch Bürgermeister Herbert Unger und die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Ute Schneeberger, gekommen. Zu den fleißigen Sammlern zählten unter anderem Vertreter der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde, Mitglieder der SPD-Florstadt und etliche Bürgerinnen und Bürger, darunter auch viele Kinder. Nach einem Gesicht der Florstädter Grünen habe man jedoch unter allen Anwesenden vergeblich gesucht, heißt es kritisch in der SPD-Mitteilung. Zu den häufigsten Funden zählten unter anderem Verpackungen von Schnellrestaurants und Bäckereien, Getränkebecher, Zigarettenschachteln, aber auch ganz normaler Haus- und Glas-Müll. »Dagegen waren ein verrosteter Einkaufswagen und eine eingegrabene Badewanne außergewöhnliche Fundstücke«, berichtete Wolf. An die bestehenden Corona-Hygieneregeln habe man sich jederzeit gehalten, schon allein wegen der bestehenden Maskenpflicht auf dem Bauhofgelände.

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