Radwanderfreunde für Einsatz belohnt

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Florstadt(pm). Was eigentlich als persönlicher Übergabetermin vorgesehen war, wurde aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen kurzerhand anders umgesetzt: Per Post erhielten die Wetterauer Radwanderfreunde eine Förderzusage in Höhe von 4469 Euro. Das Geld stammt aus dem Landesprogramm "Starkes Dorf - Wir machen mit" und wurde für den Aufbau einer Fahrradreparaturstation im Dorfzentrum eingesetzt.

"Auch wenn es mir viel lieber gewesen wäre, Ihnen die Förderzusage und die Plakette persönlich zu überreichen, haben wir aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage entschieden, dass Sicherheit vorgeht. Es ist mir ein Anliegen, Ihnen und Ihren Vereinsmitgliedern für Ihr Engagement ausdrücklich zu danken", schreibt Europaministerin Lucia Puttrich.

Das Programm "Starkes Dorf - Wir machen mit" läuft seit 2018. Gefördert werden Maßnahmen, die durch ehrenamtliches Engagement den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes bzw. eines Ortsteils stärken, den Zusammenhalt der Generationen fördern und die Lebensbedingungen dörflicher Zentren verbessern. Das Programm richtet sich vor allem an Vereine und Initiativen, die eigeninitiativ die Dinge in die Hand nehmen. "Überall im Land trifft man engagierte Bürgerinnen und Bürger, die nicht darauf warten, dass irgendjemand kommt, sondern die Dinge selbst anpacken, reparieren oder neu gestalten. Genau dieses Engagement unterstützt die Landesregierung", sagt Puttrich.

So ist es auch in Nieder-Florstadt. Es gibt bereits einen lokalen Rundweg, der alle Stadtteile verbindet, den "Florstädter Stern". Am Startpunkt dieses Radweges, in der Dorfmitte von Nieder-Florstadt, haben die Radwanderfreunde eine Fahrradreparaturstation aufgestellt. Dort kann jeder kleine Reparaturen selbst durchführen. Außerdem ist es möglich, auch an Sonn- und Feiertagen Fahrradschläuche aus einem Automaten zu ziehen. "Damit fördert die Initiative nicht nur die Nahmobilität vor Ort, sondern schafft für den einen oder anderen auch Hemmschwellen ab, wieder einmal aufs Fahrrad zu steigen und das Auto stehen zu lassen", betont Puttrich.

"Neben unserem sportlichen Programm tragen wir auch zum Allgemeinwohl bei: In diesem Jahr haben wir uns entschieden in der Dorfmitte eine Fahrradreparaturstation mit Schlauchautomat anzuschaffen", erzählt Marco Welsch, der Vorsitzende der Radwanderfreunde. Auf die Idee kamen die Mitglieder während ihrer diesjährigen Radwanderung, als sie dort keinen Schlauch auftreiben konnten, um einen Platten zu reparieren.

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