Patientenversorgung vernetzen

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Florstadt-Staden (pm). Den Alltag bewältigen mit Parkinson: Das stellt für viele Betroffene eine große Herausforderung dar. Hürden baut nicht nur die Erkrankung selbst: Jüngst erst beklagten Patientenverbände, dass es in etlichen Regionen eine bedrohliche Unterversorgung gebe, nicht nur auf dem Land. Laut der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung mit Sitz in Staden besteht aber auch grundlegender Nachbesserungsbedarf bei der Versorgung chronisch kranker Parkinson-Patienten.

Hier setzt das Pilotprojekt »Parkinsonnetz Münsterland+« an. Angelegt als Netzwerk, führt es alle an der Versorgung von Parkinsonkranken beteiligten Professionen in der Region zusammen. Das Herz des Netzwerks schlägt im Uniklinikum Münster in der Person von Prof. Tobias Warnecke von der Klinik für Neurologie.

Überzeugt von Grundidee, Umsetzung und ersten Erfolgen des im Mai 2018 gestarteten Verbunds, verleiht die Hilde-Ulrichs-Stiftung ihren diesjährigen Stifterpreis in Höhe von 10 000 Euro an dieses Netzwerk. Bereits nach kurzer Zeit habe sich gezeigt, dass es durch Vernetzung und Austausch gelingen könne, Menschen mit Parkinson koordiniert, patientenorientiert und individualisiert zu versorgen.

Der nach niederländischem Vorbild gestaltete Verbund bündele auf Basis eines interdisziplinär aufgestellten Teams die Expertise aller Fachgruppen. Der Zusammenschluss trage dem Verständnis Rechnung, dass die Parkinson-Krankheit bei Betroffenen individuell sehr unterschiedlich und multidimensional auftrete, was die medizinische Versorgung sehr komplex gestalte.

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