Die Leiterin des Sozialen Dienstes, Martina Kling, (l.) bedankt sich für das Konzert im Altenheim. Für das Programm sorgen Cornelia Bardi, Initiator Wolfgang Hüsch und Oliver Lutz.	FOTO: SL
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Die Leiterin des Sozialen Dienstes, Martina Kling, (l.) bedankt sich für das Konzert im Altenheim. Für das Programm sorgen Cornelia Bardi, Initiator Wolfgang Hüsch und Oliver Lutz. FOTO: SL

Open-Air-Konzert fürs Seniorenheim

  • vonStephan Lutz
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Florstadt (sl). Für Abwechslung im Alltag des AWO-Pflegeheims in Nieder-Florstadt hat die Künstlergruppe »Wolli’s Holliewald« gesorgt. Die Künstler trugen Großartiges auf kleiner Bühne vor: Wegen der Corona-Beschränkungen stand nur eine knapp zwei Quadratmeter große »Bühne« zur Verfügung, die die geplanten Darbietungen reduzierten. Trotz des gebotenen Abstands zum Publikum gelang es der Gruppe, die Bewohner mit einem breiten musikalischen Programm zu begeistern.

Pflegeheimleiter Holger Wenisch zeigte sich hocherfreut, dass »Wolli’s Holliewald« bei ihrer Tour durch 35 Städte und Dörfer auch der Einrichtung in Nieder-Florstadt einen Besuch abstattete. Wenisch: »Ich finde es ganz toll, dass die Künstler sich in dieser Weise für die älteren Mitbürger engagieren.« Das verdiene höchsten Respekt, zumal die Auftritte ehrenamtlich erfolgen und die Anreise von weither angetreten werden muss. »In unserem breit angelegten Garten mit Zeltüberdachungen haben wir einen attraktiven Rahmen für das Konzert bilden können. Für die Bewohner selbst ist das Konzert mit Sicherheit eine gelungene Abwechslung.«

Freude mit Musik

Der Leiter der Gruppe, Wolfgang Hüsch, erklärte im Gespräch mit der WZ die Gründe für das beispielhafte soziale Engagement. »Wir haben selbst erleben müssen, was die Kontaktsperre für die Bewohner eines uns vertrauten Altersheims bedeutete. Es gab viele, viele Tränen. Da wir nur über die Straße Kontakte pflegen konnten, kam uns der Gedanke, mit Musik eine besondere Freude zu bereiten. Das ist uns vor Ort gelungen. Deshalb haben wir uns entschieden, Auftritte in vielen Regionen Deutschlands durchzuführen, um mehr Freude in den tristen Alltag zu bringen.«

Auf die Frage, warum ein Auftritt in Florstadt eingeplant war, hatte Hüsch eine klare Antwort parat. »Ich selbst habe viele Jahre in Stammheim gelebt, und ich weiß, dass zahlreiche Bewohner des Heims aus Stammheim kommen. Auch mein ›technischer Direktor‹, Oliver Lutz, war in Stammheim zu Hause. Für uns war es daher selbstverständlich, in der Nähe Termine einzuplanen.« Auftritte sind nicht nur in Nieder-Florstadt, sondern auch in Ranstadt und Bad Nauheim geplant.

Das Repertoire aus Schlagern, Musicals und Operetten wurde von den Bewohnern begeistert aufgenommen. Wegen der Enge auf der Bühne mussten die artistischen Darbietungen zwar gestrichen werden. Tenor war dennoch, dass das Konzert bei allen in bester Erinnerung bleiben wird.

Mehr als zufrieden äußerte sich die Leiterin des Sozialen Dienstes, Martina Kling: »Das war ein gelungener Auftritt. Wir sind stolz darauf, dass die Künstlergruppe zu uns nach Nieder-Florstadt gekommen ist. Sie kann uns gern wieder besuchen.« Moderator Oliver Lutz, der früher in Stammheim lebte, rief den Bewohnern zu: »Hoffentlich gehen die Einschränkungen, mit denen Sie leben müssen, bald zu Ende. Wir alle wünschen Ihnen, dass sie bald wieder Besucher auf normale Distanz empfangen können.« Damit sprach er allen aus dem Herzen.

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