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Neuer Feuerwehrstützpunkt soll im August eröffnet werden

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Die Arbeiten am Feuerwehrstützpunkt in Nieder-Florstadt gehen voran: Zurzeit werden die Trockenwände gestellt und die Wasser- und Elektroleitungen installiert.
Die Arbeiten am Feuerwehrstützpunkt in Nieder-Florstadt gehen voran: Zurzeit werden die Trockenwände gestellt und die Wasser- und Elektroleitungen installiert. © Robert Nolte

Florstadt (nol). Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung von Einsatzabteilung und Verein der Feuerwehr Nieder-Florstadt nahmen die Erläuterungen zum neuen Stützpunkt für die Wehren aus Nieder- und Ober-Florstadt einen breiten Raum ein. »Wir sind voll im Plan«, versicherte Wehrführer Andreas Neumann, »nicht nur beim Baufortschritt, sondern auch bei den Kosten.«

Zurzeit werden die Trockenwände gestellt, Zu- und Ableitungen für Wasser installiert und Elektroarbeiten ausgeführt. Rund 2,9 Millionen Euro sind für den Neubau veranschlagt. Eigenleistungen, der geplante Verkauf des alten Gerätehauses in Nieder-Florstadt, 517 000 Euro Landeszuschuss und 400 000 Euro aus dem Investitionsfonds des Landes sollen die Kosten reduzieren.

Die Fahrzeughalle wird über neun Feuerwehreinstellplätze verfügen. Im rückwärtigen Teil der Halle sind Räume für Lager, Heizung und eine Werkstatt vorgesehen. Ein Schlauchturm, ein Verwaltungs- und Schulungsgebäude schließen sich an. Auch das in Florstadt ansässige Deutsche Rote Kreuz wurde nicht vergessen. Es befindet sich derzeit noch im alten Feuerwehrhaus und soll in Zukunft ebenfalls eine neue Heimat in der Nähe der Feuerwehr finden, um den Brand- und Katastrophenschutz in Florstadt weiter zu verbessern. Die Inbetriebnahme des neuen Standorts ist für August 2016 anvisiert.

Mängel beim Tanklöschfahrzeug

Wehrführer Neumann präsentierte der Versammlung eine beeindruckende Leistungsbilanz, welche die ganze Bandbreite der Feuerwehr-Aufgaben umfasst. So hat sich die Zahl der Einsätze mit 45 gegenüber dem Vorjahr um fünf erhöht. Die Aufgaben lagen erneut überwiegend auf der technischen Hilfeleistung, etwa bei Verkehrsunfällen, Bergungseinsätzen oder der Hilfe bei Unwetterschäden. Dem standen 13 Brandeinsätze, zwei Fehlalarme von Brandmeldeanlagen und acht Katastrophenschutzeinsätze im Rahmen der Flüchtlingshilfe gegenüber.

Auf 289 Mitglieder im Feuerwehrverein verwies dessen Vorsitzender Sascha Riemer. Aus seinem Bericht ging hervor, dass aus Vereinsmitteln ein Anhänger für das von der Stadt neu beschaffte Schlauchboot und ein Schnelleinsatzzelt angeschafft wurden. Jugendwart Sven Horner berichtete von zwölf aktiven Jugendlichen, die in 33 praktischen und sechs theoretischen Übungen ausgebildet wurden. Gerätewart Christoph Hirsch konnte von 47 Gerätediensten berichten, bei denen die Wartung, die Reparatur und Pflege der Fahrzeuge und Gerätschaften im Vordergrund standen. Den Zustand der Geräte und Ausrüstungsgegenstände bezeichnete er als gut. Der Einsatzleitwagen und das Hilfeleistungslöschfahrzeug erhielten das Prädikat »sehr gut«.

Probleme gibt es beim Tanklöschfahrzeug. Das 22 Jahre alte Fahrzeug zeigt erhebliche Korrosionsschäden auf. Mit einer Ersatzbeschaffung sei 2018 zu rechnen, sagte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Er war ebenso wie sein Vize Markus Albus zu der Versammlung gekommen, ebenso Ehrenstadtbrandinspektor Alwin Kneiske, Kreisbrandmeister Marco Reis und die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung.

Martin Becker, Sebastian Mattheis und Hendrik Bernhard wurden von Schmidt zu Feuerwehrmännern befördert. Vize-Vereinsvorsitzender Marco Reis ehrte Gerhard Sommer mit der goldenen Ehrennadel für 50-jährige Mitgliedschaft. Geschenke gab es auch für die Goldhochzeitspaare Heinz und Renate Odermatt, Karl-Wilhelm und Monika Zimmer und Wolfgang und Anni Krause.

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