So soll die neue Kindertagesstätte in Nieder-Florstadt aussehen. Neben dem Tennisclub wird eine Betreuungseinrichtung mit sieben Gruppen entstehen. Schon im kommenden Jahr sollen dort Kinder spielen und toben können.	GRAFIK: EULER/CAT
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So soll die neue Kindertagesstätte in Nieder-Florstadt aussehen. Neben dem Tennisclub wird eine Betreuungseinrichtung mit sieben Gruppen entstehen. Schon im kommenden Jahr sollen dort Kinder spielen und toben können. GRAFIK: EULER/CAT

Neue Kita soll 2022 öffnen

  • vonCathrin Lutz
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Florstadt (cat). Der zweite Startschuss für den Kindergartenneubau in Nieder-Florstadt ist erfolgt: Die Stadtverordnetenversammlung entsprach am Mittwochabend der Empfehlung aus der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse und bekundete einstimmig ihren Willen zur Realisierung. Den ersten Startschuss für das sieben Gruppen umfassende Bauprojekt hatte man bereits im Sommer 2019 mit der Suche nach einem passenden Standort gegeben. Im Sommer 2022 will man bereits die Pforten eröffnen.

Mehr Fördermittel

Fündig wurde man inzwischen auf dem Gelände des Tennisclubs Florstadt, der einen Teil seines Areals zur Verfügung stellt. In Rekordzeit, das bekundeten Sprecher aller drei Fraktionen, sei die Planung vorangetrieben worden. Man sprach von einem perfekten Zusammenwirken von Stadtverwaltung, Architekten und Sachverständigen. Auch Bürgermeister Unger zeigte sich begeistert vom Engagement der Planer. »Hier wurde ein Marathon im Sprinttempo absolviert«, bilanzierte er.

Zunächst war vorgesehen, ein Haus für fünf Kindergartengruppen zu errichten, samt Erweiterungsmöglichkeit durch den Anbau von zwei Gruppen. Um möglichst viele Fördermittel zu erhalten, entschied man sich nun gleich für die größere Variante. Doch Torsten Trupp (SPD) machte deutlich, dass die Stadt zunächst investieren müsse, um an die Fördermittel zu gelangen. Die beiden zusätzlichen Gruppen bedeuten Mehrkosten von 1,4 Millionen Euro im reinen Bauvolumen, die Ausstattung schlage mit weiteren 300 000 Euro zu Buche. Ziehe man den Zuschuss von rund 500 000 Euro ab, entstehen der Stadt Mehrkosten von 1,2 Millionen Euro, rechnete Trupp vor.

Namen beschlossen

Auch wenn sich die Grünen in Sachen Klimaneutralität eine Errichtung in Holzständerbauweise gewünscht hätten, stimmten sie am Ende doch mit der SPD- und der CDU-Fraktion für das Projekt. Mit einem Ergänzungsantrag sorgte die SPD dafür, dass der Projektname auch zum künftigen Kita-Namen wird: »Kita Auenland«.

Laut Vorlage des städtischen Bauamts werden die Kosten auf 6,9 Millionen Euro und die Maximalhöhe an Zuwendungen aus Landes- oder Bundesmitteln auf 2,1 Millionen geschätzt. Zunächst war man für den Fünf-Gruppen-Kindergarten von 5,5 Millionen Euro ausgegangen; diese Summe steht auch im Haushalt für 2020. Weitere 1,4 Millionen Euro sind im Folgehaushalt einzustellen. Zudem sind weitere rund 320 000 Euro für die Ausstattung zu veranschlagen.

Der Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt sowie der Haupt-, Finanz-, Wirtschafts- und Sozialausschuss hatten in einer gemeinsamen Sitzung alle Vor- und Nachtteile intensiv beraten und den Neubau als Sieben-Gruppen-Projekt empfohlen.

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