Gerhard Salz zeigt: Gerade einmal 40 Zentimeter ist der Bürgersteig hier breit - zu wenig für Rollatoren und Kinderwagen. FOTO: PM
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Gerhard Salz zeigt: Gerade einmal 40 Zentimeter ist der Bürgersteig hier breit - zu wenig für Rollatoren und Kinderwagen. FOTO: PM

Nächster Versuch: Tempo 30 in Hanauer Straße

  • vonred Redaktion
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Florstadt(pm). Der Ortsbeirat Stammheim konnte sich jüngst über regen Zuspruch und eine lebhafte Diskussion freuen: Über 20 Mitbürger waren zur öffentlichen Sitzung des Gremiums gekommen, wie Grünen-Vertreter Gerhard Salz mitteilt. Dabei seien selbstverständlich die Corona-Regeln eingehalten worden.

Zunächst berichtete Bürgermeister Herbert Unger über die Umsetzung vergangener Anliegen des Ortsbeirats: Am Biotop werde es demnächst eine neue Sitzgelegenheit geben, das Bürgerhaus werde einen Kühlraum erhalten, und auf der Kita Sonnenschein werde zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Fotovoltaikanlage errichtet. Ein Antrag der Stadt auf Einführung von Tempo 30 in der Gießener Straße sei allerdings von der zuständigen Behörde abgelehnt worden.

Danach widmete man sich einigen Anträgen. Bianca Stelz begründete den SPD-Antrag zur Anlage einer Blühwiese in der Bachstraße: Die Stadt sei dort im Besitz einer Wiese, die keinen sehr gepflegten Eindruck mache. Dort solle zum Schutz der Insekten eine Blühwiese angelegt und erhalten werden. Als Vertreter des Elternbeirats der Stammheimer Grundschule gab Michael Fischer den Wunsch weiter, einen Teil dieser Wiese als Schulgarten anzulegen. Der Elternbeirat werde dabei tatkräftig mit Hand anlegen. Dieses Anliegen wurde in den Antrag aufgenommen und dieser einstimmig verabschiedet.

CDU und Grüne hatten gemeinsam zwei Anträge zur Hanauer Straße gestellt. Heidi Bauer-Klar (Grüne) und Reiner Wagner (CDU) stellten diese vor. Einerseits soll ein gesicherter Fußgängerüberweg in Form einer Ampel oder eines Zebrastreifens eingerichtet und andererseits Tempo 30 für die gesamte Straße angeordnet werden. Sylvia Stoppel machte darauf aufmerksam, dass ein Überweg unmittelbar vor ihrem Laden zum Verlust von Parkplätzen führen würde. Weil sie auch auf Durchgangskundschaft angewiesen sei, plädiere sie für eine Verlegung des Standorts. Der Passus im Antrag "in Höhe von Sylvias Lädchen" wurde in "Richtung Ortsausgang" verändert.

In beiden Fällen erinnerte Bürgermeister Unger daran, dass die Maßnahmen schon häufig beantragt, jedoch immer von der Straßenverkehrsbehörde abgelehnt worden seien. Mehr Verkehr auf der Straße und mehr Übergänge durch Zuzug im Neubaugebiet mit vielen kleinen Kindern seien jedoch neue Entwicklungen, die einen Überweg wahrscheinlicher machten, war die Meinung des Ortsbeirats. "Die Straße selbst ist im alten Ortskern außerhalb des bestehenden Tempo-30-Bereichs häufig so eng, dass weder Kinderwägen noch Rollatoren oder Rollstühle dort Platz haben. Sie müssen unweigerlich auf die Straße ausweichen," ergänzte Salz. Beide Anträge wurden ebenfalls beschlossen.

Straßenname für Neubaugebiet

Ein weiterer Antrag der Grünen wurde ebenfalls einstimmig dem Magistrat zur Prüfung weitergegeben. Darin wird einen Kletterturm auf dem Spielplatz gefordert.

Auch der Straßenname des erweiterten Baugebiets "Lacheweg" stand auf der Tagesordnung: Der Ortsbeirat favorisiert den Namen "Vor dem Oberholz".

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