Vom Mont Blanc geht’s bald nach Lappland

Florstadt (pm). Knackig kalte Temperaturen und jede Menge Schnee - für die meisten Menschen und Tiere auf Dauer ein ärgerliches Naturschauspiel. Nicht so für »Musher« Wolfram Schumacher und seinen »Doghandler« Rainer Kimling aus Florstadt. Als in einigen Rennen bewährtes »Iron-Dog-Team« werden sie in diesem Winter an einem der längsten und schwierigsten Schlittenhundrennen der Welt teilnehmen: dem Finnmarksloipet.

Florstadt (pm). Knackig kalte Temperaturen und jede Menge Schnee - für die meisten Menschen und Tiere auf Dauer ein ärgerliches Naturschauspiel. Nicht so für »Musher« Wolfram Schumacher und seinen »Doghandler« Rainer Kimling aus Florstadt. Als in einigen Rennen bewährtes »Iron-Dog-Team« werden sie in diesem Winter an einem der längsten und schwierigsten Schlittenhundrennen der Welt teilnehmen: dem Finnmarksloipet. Das über 1200 Kilometer lange Rennen startet weit oberhalb des Polarkreises im norwegischen Altar und führt über mehrere Wochen durch weitestgehend menschenleeres Gebiet bis zum Zielort kurz vor der russischen Grenze. »Eine echte Herausforderung für Menschen, Tiere und Material«, sagt Schuhmacher. »Deshalb sind wir natürlich froh, dass die derzeitigen Witterungsverhältnisse optimale Trainingsmöglichkeiten bieten.«

Um auch unter Rennbedingungen trainieren zu können, hat das Team in der letzten Woche am so genannten Trail im Rahmen der Grande Odyssée rund um den Mont Blanc in Frankreich teilgenommen. In über 2000 Metern Höhe waren in drei Tagen fünf Teiletappen zu absolvieren. »Die Umstellung auf die sauerstoffarme Luft in dieser Höhe ist nicht einfach, man braucht eine gewisse Zeit, um sich daran zu gewöhnen«, erklärt Schumacher. »Das haben wir am ersten Renntag zu spüren bekommen und eine ganze Menge Zeit verloren auf Teams, die an diese besonderen Bedingungen bereits gewöhnt waren. Aber schon am zweiten Tag ging es besser, und am Ende haben wir einen respektablen 5. Platz erreicht. Ich bin mir sicher: Wäre das Rennen zwei Tage länger gewesen, wir hätten garantiert einen der Podiumsplätze erreicht.«

Eine Einschätzung, die »Doghandler« Kimling teilt: »Bei diesen Langstreckenrennen kommt es vor allem auf die gute Kräfteeinteilung an.

Bei Teilstrecken von 50 bis 60 Kilometer Länge und oft zwei Rennen am Tag bei schwierigstem Gelände sind keine Spurt-Qualitäten gefragt - hier geht es um möglichst gleichmäßige Geschwindigkeit, die letztlich von der konditionellen Verfassung der Hunde abhängig ist. So mancher ›Musher‹ hat auch bei diesem Rennen die Möglichkeiten seiner Hunde falsch eingeschätzt, ist auf der letzten Etappe eingebrochen und hat viel Zeit eingebüßt.«

In dieser Woche ist das »Iron-Dog-Team« in Tschechien am Start - auch hier mit dem erklärten Ziel, die Formkurve für die Hunde weiter nach oben zu entwickeln und die erforderliche Kondition aufzubauen. »Wir werden auch in den nächsten Wochen rund um Florstadt noch eine ganze Menge Kilometer hinter uns bringen müssen, bis es dann Mitte Februar ins letzte Trainigslager in Norwegen geht. Die derzeit herrschenden winterlichen Bedingungen dürfen unsererseits also ruhig noch eine Weile anhalten«, sagt Schumacher.

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