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Mit blauem Auge davongekommen

  • vonStephan Lutz
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Florstadt (sl). Die gute Nachricht für die SPD in Florstadt: Bürgermeister Herbert Unger kann weiter mit absoluter Mehrheit im Stadtparlament arbeiten. Die schlechte Nachricht: Auch in der einstigen SPD-Hochburg haben die Sozialdemokraten kräftig eingebüßt. Ähnlich wie bei der CDU bestimmten wohl eher bundespolitische Themen die Stimmenverluste der Sozialdemokraten.

Die Wahlbeteiligung lag bei 54,1 Prozent. Pandemiebedingt war die Anzahl der Briefwähler mit über 2660 ungewöhnlich hoch.

Insgesamt standen am Dienstagnachmittag um 15.23 Uhr 53,03 Prozent der Stimmen für die SPD zu Buche. Das sind rund 6,5 Prozentpunkte weniger als noch 2016 bei den letzten Kommunalwahlen (59,60). Die CDU bleibt knapp zweite Kraft, kommt auf 24,86 Prozent (2016: 27,80) und verliert somit etwa drei Prozentpunkte. Nur knapp dahinter rangieren inzwischen die Grünen, die für die Stadtverordnetenversammlung 22,10 Prozent der Stimmen erreichen und ihr Ergebnis gegenüber den letzten Wahlen fast verdoppeln konnten (12,60 Prozent). Das bedeutet für die Sitzverteilung im Parlament: 16 Sitze für die SPD (-2), acht Sitze für die CDU (-1) und neuerdings sieben Sitze für die Grünen, die somit drei Stadtverordnete mehr stellen.

Für die SPD errang nicht unerwartet Herbert Unger als Spitzenkandidat der SPD mit 4045 die meisten Stimmen der Florstädter Bevölkerung. Da er sein Mandat nicht annehmen wird, wird es noch einen Nachrücker bei der SPD geben. Dahinter rangierten Ute Schneeberger, Gerold Helfrich, Christian Trupp, Torsten Trupp, Dieter Richter, Rebecca Wolf, Karin Werner, Claus-Peter Opper, Lothar Hartmann, Marlen Dewitz, Rudi Goll, Bianca Stelz, Mario Stelz, Günther Lohmann und Ulrike Stelz. Für die CDU werden Christel Schmidt, Karl-Gerhard Stiebeling, Stephan Wagner, Cora Faulstich, Christiane Wehrum-Hötzel, Jürgen Kiesling, Marion Ihl und Günter Schmidt ins Parlament einziehen. Die Grünen schließlich besetzen ihre errungenen Posten mit Adelheid Bauer-Klar, Gudrun Neher, Gerhard Salz, Stephan Mickel, Dietmar Schmidt, Montgomery Wagner und Maria Theresia Groß.

Die SPD erreichte in fast allen Wahlbezirken und den beiden Briefwahlbezirken die Mehrheit und fuhr mit 63,37 Prozent der Stimmen in Leidhecken ihr bestes Ergebnis ein, lediglich in Nieder-Mockstadt II fielen die Sozialdemokraten mit 37,64 Prozent der Stimmen hinter die Grünen zurück, die mit 38,63 Prozent die Oberhand behielten. Ihr bestes Resultat sicherte sich die CDU in Staden, wo am Ende 37,32 Prozent der Stimmen eingefahren werden konnten.

Wechselbad der Gefühle

Bürgermeister Unger war »erfreut und erleichtert«, war er doch durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen - angesichts der allgemeinen Einbußen der Sozialdemokraten. Dennoch war er zuversichtlich, die absolute Mehrheit mit »50 plus X« zu behalten. Gerhard Salz führte die Zuwächse der Grünen in Florstadt auf einen engagierten Wahlkampf zurück. Rückenwind verspricht er sich auch von drei weiteren Grünen im Parlament. »Wir wollen dort weitermachen wie zuvor und Klimaschutz, Windkraft und E-Mobilität auch in Florstadt voranbringen«, so Salz.

Die Tabelle mit den einzelnen Ergebnissen folgt.

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