Mark Mockstadt rechtssicher machen

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Florstadt (dab). Die Mark Mockstadt gehört den Kommunen Altenstadt, Ranstadt und Florstadt. Wer wie viel davon sein Eigen nennen kann, soll nun vertraglich geregelt werden. Demnach soll Florstadt 45 Prozent, Ranstadt 30 Prozent und Altenstadt 25 Prozent an der Mark Mockstadt besitzen. Ranstadt und Altenstadt haben bereits zugestimmt. In Florstadt ist das Thema noch im parlamentarischen Geschäftsgang.

Bürgermeister Herbert Unger, derzeit auch Vorsitzender des Markvorstands, tritt in einer Pressemitteilung »sachlich falschen Gerüchten« entgegen. »Weder soll die Mark aufgelöst, noch Vermögen verteilt oder veräußert werden.« Eine vertragliche Festlegung von Besitzanteilen schade der Mark nicht, sondern mache sie im Gegenteil »rechtssicher und fit für die Zukunft«.

Vermögen taucht nicht in Bilanzen auf

Auslöser sei ein rechtlicher Zwang des Wetteraukreises, nämlich eine sich jährlich wiederholende Prüfungsbemerkung des Revisionsamtes, erklärt Unger. Demnach müsse die Mark Mockstadt ihre internen Eigentumsanteile vertraglich regeln, um den Waldbesitz im Wert von fast 3,7 Millionen Euro den Bilanzen der drei Markkommunen zuordnen zu können.

Im Grundbuch ist die Mark Mockstadt als Eigentümerin eingetragen, sodass eine Zuordnung der Vermögenswerte bislang nicht möglich war. Das hatte bei der Einführung der doppischen Buchführung zur Folge, dass der Markwald in den jeweiligen Eröffnungsbilanzen nur mit 1 Euro Erinnerungswert geführt wird. »Die Bürgermeister hatten sich seinerzeit vehement dagegen gewehrt«, sagt Unger. Dieser Betrag enthalte den Kommunen ein Bilanzvermögen vor, das um ein Vielfaches höher sei.

Laut Einschätzung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes ist die Mark Mockstadt derzeit eine »Gesellschaft des bürgerlichen Rechts ohne Vertrag«: Wie in einer Erbengemeinschaft gehört jedem alles. Ein interner Vertrag solle die Mark nun »einer zeitgemäßen und buchhaltungskonformen Rechtsform« zuführen, erklärt Unger. Der Magistrat hat bereits zugestimmt, nun stehen öffentliche Ortsbeiratssitzungen an. Die endgültige Entscheidung trifft die Stadtverordnetenversammlung.

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