Ortschronik

Leidheckens Geschichte auf 300 Seiten

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Nach rund zwei Jahren Arbeit hat der Geschichtskreis Leidhecken die zweite Dorfchronik vorgestellt. Darin: Ausschließlich Bilder aus Privatbesitz.

Nach fast zwei Jahren unermüdlichen Zuhörens, Aufschreibens, Lesens und Korrigierens wurde der zweite Band der Leidhecker Bildchronik unter dem Titel "Generationen und Gegenwart" einem erwartungsfrohen Publikum, darunter Landrat Jan Weckler und Schirmherr der Präsentation, Bürgermeister Herbert Unger, vorgestellt. Auf mehreren Schautafeln konnten sich die zahlreichen Besucher über das Erscheinungsbild und die Kapitelfolge des fast fertigen Buches informieren.

In seiner Begrüßungsansprache verwies Roland Schumann auf die Erfahrungen des ersten Buchs, das ohne jegliche Schwierigkeiten, gekrönt von einer schmerzlosen Finanzierung und dem zielstrebigen Zusammenwirken aller, zu einem Erfolgserlebnis wurde. Dieses unüberhörbare Echo war für den Geschichtskreis Leidhecken Ansporn ein neues Projekt mit den Scherpunkten Leben und Arbeit der Altvorderen bis zu den Hobbys der Nachfahren in Angriff zu nehmen.

Bilder aus Privatbesitz

Wie Schumann ausführte, beabsichtigt der Geschichtskreis mit dem zweiten Band, durch eine neue Kapiteleinteilung und gewohnt großzügige Bebilderung, den weiten Bogen von der Steinzeitsiedlung bis zum modernen Zeitgeschehen zu schlagen. Damit sollen auch an Geschichte weniger Interessierte und zugezogene Mitbürger erreicht werden. Ein gemeinsames Ziel, das die Mitglieder des Geschichtskreises Leidhecken, Wolfgang Zeuner, Roland Schumann, Richard Menzel, Carla Schäfer, Marlen Dewitz, Lothar Appel, Werner Fischer und Horst Hinze sowie Freunde der ersten Buchredaktion verbindet.

Zum Abschluss seiner Ansprache dankte Schumann, Bürgermeister Herbert Unger, den Damen im Sekretariat Kerstin Buttler und Janine Lang, dem Stadtarchivar Jürgen Reuß, die das Projekt unterstützt haben. Dazu gehört auch Robert Nolte, dem der Geschichtskreis eine sensible Bearbeitung des alten Fotomaterials sowie Aufnahmen aus seinem Archiv und Neuaufnahmen vor Ort zu verdanken hat. Ein weiterer Dank ging an Felix Vijacko aus Leidhecken, der mit seinem Mercedes Benz WW136/B Baujahr 1936, für ein ganz besonderes Ausstellungsstück sorgte sowie an Jutta Müller, Marianne Lautenschläger, Ingrid Binding, Ulrike Recher und Horst Hintze, die mit Bildern, Ikonen und Figuren aus Beton, selbst gebastelten Geschenkverpackungen, Grußkarten und Kindertaschen die Ausstellung bereicherten.

Traditionsverlust entgegenwirken

Wie schon das erste Buch wurde auch der zweite Band ohne Archivbesuche erstellt. Zeitzeugen, Gespräche, Interviews und Berichte sowie Bildmaterialien aus Privatbesitz oder an Ort und Stelle aufgenommen, haben wieder mehr als ausgereicht um auch einen zweiten Band mit Leben, Inhalt und interessanten Informationen zu füllen. Bereits am 14. Februar 2017 konnte daher der Startschuss gegeben und mit der redaktionellen und gestalterischen Arbeit begonnen werden, die im Oktober 2018 mit einem Umfang von 155 Seiten größtenteils abgeschlossen werden konnte. Bürgermeister Herbert Unger stellte fest, dass mit dem zweiten Band die herausragende ehrenamtliche Arbeit des Geschichtskreises nicht nur das Andenken an Verstorbene und Alteingesessene wachgehalten werden soll, sondern auch Zeitgenossen der Öffentlichkeit zu präsentieren, deren Arbeit und Freizeitgestaltung sich sonst nur im Verborgenen abspielen würde.

Im Ergebnis hoffen die Mitglieder im Geschichtskreis, dass die aufgezeigten Generationsgegensätze dem schleichenden Traditionsverlust etwas entgegenwirken werden. Diesem Wunsch und dieser Hoffnung schloss sich Bürgermeister Unger als Unterstützer und offizieller Herausgeber der zweiten Leidhecker Bildchronik gerne an.

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