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Publikumsmagnet

Lebensfreude bei "Blue(s) statt Braun" schwappt über

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"Blue(s) statt Braun" im Stadener Park wurde auch im 18. Jahr seiner Rolle als Publikumsmagnet gerecht. 

Mehrere Hundert Zuschauer pilgerten am Samstagabend vor das Löw’sche Schloss, wo "Florstadt kulturell" die Bühne bereitet hatte für einen Abend mit harmonischer, stimmungsverbessernder Blues- und Bluesrock-Musik. Die Benfizveranstaltung sammelte in diesem Jahr Geld für den noch jungen "Förderverein Hospiz Wetterau".

Garanten für einen einmal mehr unvergesslichen Abend waren zunächst der musikalische Tausendsassa Georg Crostewitz im Duett mit der mit eindringlich bluesigen Stimme gesegneten Jessica Born. Instrumentale Unterstützung kam von Martin Geiberger am Schlagzeug und Bernie Kraft am Bass. Als Hauptact folgte "Diego’s Bluesband" aus dem Lahn-Dill-Kreis, unter anderem mit Willi Schwerdhöfer an den Drums, die bereits 2015 in Staden das Vorprogramm bestritten hatte.

Das Open-Air-Vergnügen im Stadener Park war einst als "Blues im Park" gestartet worden. Heute heißt es "Blue(s) statt Braun", weil es seit einigen Jahren bereits von "BUNTerLEBEN", der Partnerschaft für Demokratie der mittleren Wetterau im Zuge des Bundesprogramms "Demokratie leben" des Bundesfamilienministeriums, sowie des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert wird. Im Bürgerhaus zeigte "BUNTerLEBEN" die Ausstellung "Demokratie stärken, Rechtsextremismus bekämpfen" des hessischen Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung und beleuchtete dabei unter anderem die Fragen "Warum ist der Rechtsextremismus so gefährlich?", "Was ist die Taktik rechtsextremistischer Parteien?" oder "Wie kann man als Demokrat auf rechtsextremistische Äußerungen reagieren?".

Bereits mit Weltstars gesungen

Die Blues-Ouvertüre an diesem Abend gelang dem Duo Crostewitz/Born nahezu perfekt. Schnell war das Publikum mitgerissen, als die charismatische Sängerin, die bereits mit Weltstars wie B.B. King, Luther Allison oder Eric Burdon gemeinsam auf der Bühne stand, zu bluesigen Balladen ansetzte oder rockigere Werke der 60er Jahre zum Besten gab. Bei denen konnte Gitarrist, Songwriter und Produzent Crostewitz nach Herzenslust in die Saiten greifen.

"Diego’s Bluesband", konzeptionell dem Chicago-Blues verschrieben, spielte anschließend individuell gestaltete Cover-Versionen von Willie Dixon, Eric Clapton, B.B. King oder Muddy Waters. Die Gruppe begeisterte mit Spielfreude und bluesig-rockiger Stimmungsmache bei Titeln von Santana, den Beatles oder Status Quo. Das war pure Lebensfreude, die da von der Bühne ins Publikum schwappte.

Stefan Fuchs, Vorsitzender des Fördervereins Hospiz Wetterau, berichtete, es sei wichtig, dass "wir zum einen Spenden einnehmen und zum anderen wahrgenommen werden. Wir müssen mit unserer Aufgabe in die Öffentlichkeit und Mitglieder finden". Der noch junge Verein plant ein stationäres Hospiz in der Bad Nauheimer Johanneskirche. Fuchs forderte andere Kommunen und Veranstalter auf, den Förderverein zu Präsentationen einzuladen.

Organisatorisch hatte "Florstadt Kulturell" mit seiner "Frontfrau" Karola Backer-Richter wieder einmal alle Register gezogen und vielen Helfern, wie der Feuerwehr im Hintergrund, zu danken. Für Bürgermeister Herbert Unger, der von einer Herzensangelegenheit sprach den Hospiz-Förderverein unterstützen zu können, war es einmal mehr auch "ein Riesenvergnügen" zu sehen, was aus "seiner 2000er-Vision zum Amtsantritt so alles werden kann, wenn endlich mal wieder das Wetter mitspielt". Die Bewirtung mit Speis und Trank hatten erneut der SV Staden und "Flammkuchen-Lutz" aus Stammheim übernommen. Die Schar der Musiker dankte Joker-Musik für eine tadellos eingestellte Soundanlage.

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