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15 Kilo Jakobsmuscheln verkauft

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Florstadt (sl). Als Erfolg auf ganzer Linie erwies sich das Engagement von 14 Bürgern aus Florstadts französischer Partnerstadt Pléneuf-Val-André auf dem Weihnachtsmarkt in Nieder-Florstadt. Die Franzosen betrieben bei der 30. Auflage des Romantischen Weihnachtsmarktes einen Stand mit bretonischen Spezialitäten, der zwei Tage lang umlagert war.

Im Angebot waren Jacobsmuscheln mit Baguette, Muskatweine aus der Bretagne, bretonisches Gebäck sowie frisch zubereitete Crêpes und Galettes. Besonders diese aus Buchweizenmehl hergestellte und mit Schinken und Käse angebotene pikant-würzige Pfannkuchenart hatte es den Marktbesuchern angetan.

Die französischen Standbetreiber waren begeistert vom Zuspruch der Standbesucher und vom Ambiente des Marktes, auch weil man solche Feierlichkeiten in der Bretagne nicht kenne. Insgesamt wurden 150 Kilogramm Jacobsmuscheln - das entspricht 15 Kilogramm Muschelfleisch - unter die Leute gebracht. Außerdem lagen Rezepte für die Zubereitung von Jacobsmuscheln in deutscher Sprache bereit. Gegen 18 Uhr musste der Stand am Sonntag geschlossen werden: Man war restlos ausverkauft.

Überschwänglich gelobt wurden das Engagement der Franzosen und deren Angebot. Auch die Gäste aus der Partnerstadt fühlten sich gut aufgenommen und bei der Arbeit am Stand bestens unterstützt. Sie hatten immerhin eine 13-stündige Anfahrt über winterliche Straßen mit zwei Kleinbussen auf sich genommen, um die Freunde in Florstadt wiedersehen zu können.

Das zahlte sich am Sonntagabend bei der Prämierung der schönsten Buden aus: Die Betreiber des Stands aus der Partnerstadt erhielten eine Sonderehrung, weil sie die mit Abstand weiteste Anreise auf sich genommen hatten. Die Organisation dieses privat organisierten Unternehmens hatten übrigens die Florstädter Anne Hils und Joachim Gutermuth sowie auf französischer Seite Jean-Francois Hilt übernommen.

Wegen des tollen Erfolgs machten sich am Sonntagabend beim gemeinsamen Abendessen in »Dragos Ratsstube« Florstädter und Franzosen nicht nur Gedanken über einen Gegenbesuch. Auch die Wiederholung dieses weihnachtlichen Engagements wurde beraten. Auch wenn eine der größten Strapazen, die über 1000 Kilometer lange Heimfahrt am Montag noch vor den Gästen aus Pléneuf-Val-André lag, waren sich alle einig: Der Aufwand hat sich gelohnt.

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