Kabarettistin Frieda Braun begeistert Gäste des Kita-Fördervereins

Florstadt-Stammheim (sl). Ein Glücksgriff ist dem Förderverein der Kita Sonnenschein am Freitag mit seinem Comedy-Abend gelungen. Mit "Frieda Braun" hatte man eine ältlich und gebrechlich wirkende Kabarettistin eingeladen, die das Publikum von Beginn an fesselte und jeden Euro des Eintrittsgeldes wert war.

Karin Berkenkopf, wie die Kunstfigur Frieda Braun im echten Leben heißt, konstruiert atemberaubende Wortkreationen. Mal verändert sie die Betonung, dann provoziert sie mit falscher Aussprache. Der Besucher ist von Beginn an darauf fixiert: Überaus reaktionsschnell entlarvt er den VW Chicoree, danach erfreut er sich am Monolog- und Dialog-Funk der Feuerwehren und lacht erfrischend, wenn sie von der norwegischen Krankheit Björn-out erzählt.

Eigentlich rankt sich ihr Programm um die Katholischen Frauen Deutschlands, Ortsgruppe Winterberg im Sauerland, die ihren Erfahrungsschatz mithilfe von Vorträgen mit der Nachwelt teilen will. Viel mehr packen den Gast im Bürgerhaus Stammheim aber die Details, die Frieda am Rande einstreut. Warum Königin Lisbeth Kopfbedeckungen bevorzugt und warum Prinz Charles neidisch auf jeden Schützenkönig schaut. Wie in ihrer Damengruppe jede in ihrer "Dämone" aktiv ist oder wann man froh sein kann, dass es das Wetter gibt. Gelächter brandet auf, wenn sie oder die Geschichte vom "Faunatiker" kundtut, für den in der Natur "Essen laufend" vorhanden ist. Köstlich auch der Zusammenhang, dass sie "nicht Spindluder mit sich treiben" lassen will oder wenn sich ein träger Mann in einer Beziehung um nichts kümmert, weil er unter "Denk mal"-Schutz steht.

Alles in allem ein über zweistündiges Feuerwerk an Schenkelklopfern, in das auch das Publikum mit eingebaut wurde, wie Dieter aus Staden zu berichten weiß.

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