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Dekan Guth ernennt Andrea Krügler im Beisein der Kirchenvorstände Gisela Steder (2. v. r.) und Marina Niehaus zur Pfarrerin von Staden und Stammheim.

Ein herzliches Willkommen

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Florstadt(sl). Es ist vollbracht: Die evangelischen Kirchengemeinden Staden und Stammheim haben eine neue Pfarrerin: Nach einjähriger Vakanz ist Andrea Krügler am Sonntag in einem feierlichen Gottesdienst in ihr Amt eingeführt worden. Dekan Volkhard Guth nahm die Segnung und Sendung vor. Er begrüßte Krügler als Kollegin aus dem Nachbardekanat "Büdinger Land", die vom Dorf ins Dorf komme und das Dorf liebe.

Kritik an den "Sozialen Medien"

Die gebürtige Odenwälderin, die auch mal zwei Jahre beim "Klassenfeind", einer Investmentbank, gearbeitet habe, sei eine qualifizierte Pfarrerin, eine Allrounderin und ein Profi in der Schul- und Konfirmandenarbeit. Sie habe keine Berührungsängste, pflege Offenheit und Miteinander und sei deshalb in einer Gemeinde mit Kitas, Schulen und Vereinen genau richtig.

Die Begrüßung im Gottesdienst übernahmen die Kirchenvorstände Marina Niedhaus (Staden) und Gisela Steder (Stammheim). Bei der Schriftlesung aus dem ersten Johannesbrief wirkten neben Steder auch Margarete Reinecke und Erika Hasenau mit, Michaela Warschatka las aus dem Johannes-Evangelium. Unter Beteiligung des Volkschors Stammheim, der unter Leitung von Dorothea Grebe drei Liedbeiträge beisteuerte, entfaltete sich ein abwechslungsreicher Einführungsgottesdienst.

Dekan Guth prangerte in seiner Ansprache die Kommunikation der Menschheit in den "Sozialen Medien" an und bemängelte das Fehlen von Verständigung, Verbundenheit, Vertrauen, Glaubwürdigkeit und sozialem Zusammenhalt. Er wünschte Krügler Frieden, Frohlocken und Feiern.

Krügler selbst widmete ihre Predigt der Lichtmessfeier am 2. Februar. Jesus war damals 40 Tage alt und wurde von Josef und Maria in den Tempel gebracht, wo es zur Begegnung mit Simeon kam. Die Pfarrerin warb für Glauben und Hoffnung im Leben mit Gott.

Die anschließende Feierstunde im Bürgerhaus eröffneten die Kinder des "Kirchenmorgens" mit einem Willkommensplakat und einem Liedbeitrag. Danach hießen die Pfarrerin mit Blumen und Buchpräsenten willkommen: Rolf Lutz vom Arbeitskreis Dorfgeschichte, Ute Schneeberger für die Florstädter Stadtverordnetenversammlung, Emmy Schenk vom Frauenkreis, Thomas Keilholz von der Chrischona-Gemeinde, Pfarrerin Ursula Seeger (Florstadt) sowie Christel Schmidt (CDU) und Gudrun Neher (Grüne).

Viele Wegbegleiter feiern mit

Auch langjährige Weggefährten Krüglers wie Ex-Lehrerkollege Günter Hensel, Günter Kuche, Pfarrer im Ruhestand, und Claudia Allmann, die beste Freundin der neuen Pfarrerin für Staden und Stammheim, kamen zu Wort und stellten Andrea Krügler aus ihrer Sicht vor.

Horst Schmidt, Stammheims Ortsvorsteher, sprach für sich und seinen Amtskollegen Claus-Peter Opper aus Staden, entschuldigte den erkrankten Bürgermeister Herbert Unger und überreichte gemeinsam mit den Vereinsvertretern aus Stammheim einen Präsentkorb zum Amtsantritt. Kirchenmusiker Christoph Brückner ließ eine Grußbotschaft und ein Gebet aus dem 17. Jahrhundert verlesen.

Krüglers Ehemann Thomas Tschöpel, selbst Pfarrer in Bleichenbach, dankte gemeinsam mit Tochter Karolina allen, die an diesem "wunderbaren Empfang und ganz besonderem Tag" mitgewirkt hatten. Seine Frau stehe für eine Verbindung aus Tradition und Spontaneität und er empfahl, diesen Umgang zu pflegen und fortzusetzen.

Krügler selbst freute sich über Gäste und Wegbegleiter aus ihrer jüngsten Wirkungsstätte in Lindheim, Heegheim, Hainchen und Enzheim, bedankte sich für die herzliche Aufnahme und klärte auf, dass das Datum und ihre Predigt nicht zufällig auf den 2. 2. 2020 und Lukasevangelium 2, Vers 22 gefallen seien.

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