Der Tennisclub (links sieht man das Clubhaus) verzichtet für eine neue Kita auf einen Teil seines Geländes, um die vier verbleibenden Plätze zukunftssicher zu sanieren.	FOTO: LUTZ
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Der Tennisclub (links sieht man das Clubhaus) verzichtet für eine neue Kita auf einen Teil seines Geländes, um die vier verbleibenden Plätze zukunftssicher zu sanieren. FOTO: LUTZ

Grünes Licht für Kindergarten-Neubau

  • vonStephan Lutz
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Florstadt (sl). In der letzten Sitzung vor der Sommerpause haben die Stadtverordneten einige Beschlüsse gefasst:

Kita-Neubau: Mit der finalen Standortentscheidung haben die Stadtverordneten nun endgültig grünes Licht für den Kindergarten-Neubau in Nieder-Florstadt gegenüber der Sporthalle gegeben. Einstimmig votierte das Parlament am Mittwoch für die Verwaltungsvorlage und einige redaktionelle Änderungen zum letzten Entwurfsvertrag mit dem Tennisclub Florstadt.

Die Stadt übernimmt einen Teil des langfristig an den Tennisclub verpachteten Geländes zurück. Gleichzeitig beteiligt sich die Stadt finanziell an der Umgestaltung von vier Tennisfeldern in sogenannte Ganzjahresplätze mit Kunststoffbelag. Der finanzielle Rahmen dafür ist ebenfalls einstimmig gedeckelt, gleichzeitig wird der Tennisclub für die kommenden 20 Jahre von der investiven Vereinsförderung der Stadt ausgeschlossen. Die Stadt übernimmt die Bebauungsplanänderung und die Notarverträge.

Pharma-Logistik: Mit der Mehrheit von SPD und CDU bei Enthaltung der Grünen hat das Parlament ferner den Bebauungsplan »Im Unterfeld« beschlossen. Mit der siebten Änderung wird der Weg frei für die Erweiterung des Gewerbegebiets Nieder-Mockstadt südlich der B 275 bis zum Wald. Dort, wo bereits Stada und DHL angesiedelt sind, hat DHL weitere große Flächenkäufe angekündigt. Bürgermeister Herbert Unger: »Gemeinsam mit uns soll hier ein Leuchtturm der Pharma-Logistik entstehen. Wir wissen genau, wer in diese Hallen kommt und dass es mehrere Hundert Arbeitsplätze geben wird.« In den Lagerhallen sollen Produkte aus den Bereichen Health Care und Life Science gelagert und versendet werden, also Pharma-, Medizin- und Hygieneprodukte, die lebenserhaltend oder lebensverlängernd wirken. Denn der Markt der Geriatrie wachse derzeit am schnellsten, sagte Unger. Auch Stefan Lux von der SPD sprach bei dem Projekt von einen Aushängeschild für Deutschland und erst recht für Florstadt.

Vereinsförderung: Ohne Aussprache wurden vier Tagesordnungspunkte behandelt und einstimmig beschlossen: die Abweichungssatzung für die Erschließunganlage »Am Schwarzen Berg/Willi-Holzmann-Ring«, die Bildung von Haushaltsresten für das Jahr 2019, die Evaluation des Beschlusses von 2017 zum Verbot von genmanipulierten Pflanzen auf verpachteten kommunalen Grundstücken sowie die Prioritätenliste zur Förderung der Vereins-, Jugend- und Sozialarbeit. Davon profitieren im laufenden Vereinsbetrieb der Kunst- und Kulturkreis Kraniche für seine »Stadener Künstlertage«, der Volkschor Stammheim für ein Probenwochenende, der SC Nieder-Mockstadt für Reparaturen am Vereinsheim, der Keglerverein »Freie Bahn« für neue Wettkampfkugeln, die Turnabteilung der Sport-Union für Startgelder bei Wettkämpfen und Meisterschaften sowie die JSG Florstadt für die Teilnahme am »Cup Costa de Barcelona«.

Im Bereich der investiven Vereinsförderung unterstützt die Stadt die Kernstadt-Feuerwehr (Gewerbespülmaschine). Weitere Zuschüsse gewährt die Stadt für Aus- und Fortbildung, zur Kinder- und Jugendförderung, für bestehende Städtepartnerschaften, für drei Gesangvereine im Stadtgebiet, für die Betreuungsschule in Stammheim und den Förderkreis der Karl-Weigand-Schule sowie für die AWO-Ortsvereine Nieder-/Ober-Florstadt und Stammheim, den Freundeskreis Florstadt sowie die VdK-Ortsvereine Nieder-Florstadt, Nieder-Mockstadt und Stammheim.

Jahresabschluss: Mit zwei Enthaltungen der Grünen, aber dennoch einstimmig wurde der Jahresabschluss samt Schlussbericht für 2011 gebilligt. Bürgermeister Unger führte dazu aus, dass auch der Schlussbericht zum Jahresabschluss 2012 bald vorliege. »Die Aufholjagd hat begonnen«, sagte Unger, der die Florstädter Verspätung damit erklärte, dass die Stadt als eine der letzten Kommunen im Wetteraukreis auf die doppelte Buchführung umgestellt habe. Derzeit erweise sich allerdings das Revisionsamt als Flaschenhals, sodass zeitnahe Genehmigungen ausblieben. Kein Wunder, »wenn 25 Kommunen so viele Jahresabschlüsse nachreichen«, meinte Unger. Deshalb gehe er davon aus, dass in Zukunft zwei Jahresabschlüsse pro Jahr zur Genehmigung vorgelegt werden können.

50 Jahre Florstadt: Verschoben auf die Dezembersitzung wurde die Festrede von Jürgen Reuß, Beauftragter des Stadtarchivs, zu »50 Jahre Florstadt«. Man war sich einig, eine solche Würdigung in einem festlichen Rahmen wie der Jahresabschlusssitzung unterbringen zu wollen.

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