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Zur Bescheidübergabe sind auch die lokalen Akteure gekommen (v. l.): Brigitte Barth, Matthias Walther, Gudrun Neher, Karl-Gerhard Stiebeling, Gunda Hofmann, Stephan Mickel, Joachim Heuser, Herbert Unger, Dietmar Schmidt, Horst Schmidt und Maria Groß.

Geld für die Dorfentwicklung

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Florstadt (prw). Gleich vier Zuwendungsbescheide konnte Kreisbeigeordneter Matthias Walther bei seinem Besuch in Florstadt an Bürgermeister Herbert Unger übergeben. Sie belaufen sich auf eine Höhe von insgesamt rund 230 000 Euro und decken 80 Prozent der förderfähigen Nettokosten von vier Dorfentwicklungsprojekten ab: drei Projekte in Nieder-Mockstadt und eines in Stammheim.

In Nieder-Mockstadt wird die Gestaltung von zwei Plätzen sowie ein Begrünungsprojekt und in Stammheim die Aufwertung der Brunnenanlage gefördert.

Förderquote wegen Corona erhöht

Der Platz heißt »In der Ecke«, liegt im alten historischen Dorfkern von Nieder-Mockstadt und ist weitestgehend Verkehrsfläche, weil die umliegenden Grundstücke über ihn erschlossen werden. Auch zwei Altglascontainer stehen hier. Alle zwei Jahre wird der Platz für das »Eckenfest« genutzt, das die ortsansässigen Vereine gemeinsam organisieren und durchführen.

»Aufgrund seiner zentralen und ruhigen Lage hat der Platz aber weitaus mehr Potenzial, und das soll nun mit der Umgestaltung in Angriff genommen werden«, sagte Kreisbeigeordneter Walther. Ein Brunnen, Sitzplätze und eine InfoTafel gehören dazu, der Asphalt wird durch Pflastersteine ersetzt und damit der Platz als solcher stärker hervorgehoben. Die Parkfläche bleibt erhalten und wird klar ausgewiesen. Die Gesamtkosten betragen rund 220 000 Euro brutto; mit 120 000 Euro werden 80 Prozent der förderfähigen Netto-Kosten getragen. Zum Hintergrund: Um die geschwächte Finanzkraft der Kommunen in Folge von Corona auszugleichen, hat die Landesregierung die Förderquote in der Dorfentwicklung für kommunale Maßnahmen bis Ende 2021 von durchschnittlich 65 auf 80 Prozent erhöht.

Die Entwicklung des Platzes war bereits bei der Erstellung des »Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts« (IKEK) als Folgeprojekt aufgenommen worden. Das zugehörige IKEK-Handlungsfeld »Siedlungsentwicklung, Nahversorgung und Verkehr« will eine nachhaltige, stadtteiltypische bauliche Entwicklung sicherstellen und dadurch dem Gebäudeleerstand und dem Verfall entgegenwirken.

Ebenfalls in Nieder-Mockstadt wird mit rund 43 500 Euro die Gestaltung des Platzes an der Lauterbacher Straße gefördert. Auch hier beträgt die Förderquote 80 Prozent; die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 78 000 Euro.

Drittes Projekt in Nieder-Mockstadt sind die Pflanzbeete an der Frankfurter Straße. Die Gestaltung und Ortsbegrünung an der Durchgangsstraße ist für die Bürger ein wichtiger Bestandteil des Ortsbildes. Mit knapp 11 300 Euro bewegt sich auch hier die Förderquote bei 80 Prozent der förderfähigen Netto-Kosten. Die Gesamtkosten liegen bei 21 300 Euro.

Geld gibt es auch für die Brunnenanlage in Stammheim: Sie liegt zwischen dem historischen Dorfkern und dem Friedhof. »Die Außenanlage soll aufgewertet und ein attraktiver Rastpunkt für Rad- und Wandertouristen werden. Schließlich führen die Regionalroute Limes und der Deutsche-Limes-Radweg durch Stammheim«, sagte Unger.

Das Projekt wurde im IKEK im Handlungsfeld »Tourismus, Freizeit und Kultur« ausgearbeitet. Dabei geht es ums Sichern und Ausbauen des bestehenden Kultur- und Freizeitangebots und um Entwicklung und Abstimmung von touristischen Konzepten. Die Gesamtkosten betragen rund 97 000 Euro, es gibt eine Zuwendung von 55 000 Euro.

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