In Florstadt kann gebaut werden: Die Stadtverordneten haben zugestimmt, dass im Baugebiet "Schlosserwiesen" weitere reine Wohnhäuser entstehen können. Außerdem ist der Weg frei für das Ärztehaus und die DHL-Erweiterung im Gewerbegebiet Nieder-Mockstadt. SYMBOLFOTO: DPA
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In Florstadt kann gebaut werden: Die Stadtverordneten haben zugestimmt, dass im Baugebiet "Schlosserwiesen" weitere reine Wohnhäuser entstehen können. Außerdem ist der Weg frei für das Ärztehaus und die DHL-Erweiterung im Gewerbegebiet Nieder-Mockstadt. SYMBOLFOTO: DPA

Weg frei für mehr Wohnhäuser

  • vonCathrin Lutz
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Florstadt(cat). In ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause hat die Florstädter Stadtverordnetenversammlung einige Beschlüsse gefasst:

"Schlosserwiesen":Einstimmig haben die Stadtverordneten die Aufhebung des Bebauungsplans "Schlosserwiesen" in Nieder-Florstadt beschlossen. Das einst als Mischgebiet deklarierte Wohngebiet mit angesiedeltem Gewerbe weist derzeit bei Wohnungen und Gewerbegebieten eine Quote von 80 zu 20 Prozent auf. Laut eines Urteils sollte in Mischgebieten aber ein Verhältnis von 50 zu 50 Prozent erreicht werden. Das bedeutet, so Bürgermeister Herbert Unger, dass die letzten freien Bauplätze nur noch an Gewerbetreibende vergeben werden könnten. Mit der Aufhebung und Umbenennung könnten auch weitere reine Wohnhäuser errichtet werden. Die parallel realisierte Ausgleichsfläche, die Hochzeitsbaumwiese in Stammheim am Wald, verliere damit zwar ihre direkte Zuordnung zum Baugebiet, bleibe aber als ökologische Ausgleichsfläche erhalten.

Ärztehaus und DHL:Ebenfalls einstimmig wurde die sechste Änderung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet im Unterfeld" in Nieder-Mockstadt beschlossen. Die letzte Offenlegung hatte neue Aspekte und veränderte Argumentationen aufgeworfen, die nun planerisch berücksichtigt wurden. Bürgermeister Unger und Bauamtsleiter Joachim Heuser beantworteten vor der Abstimmung zahlreiche Fragen aus den Fraktionen. Mit dem Beschluss wird der Weg frei für das geplante Ärztehaus und die Erweiterung von DHL.

Radweg:Im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss wird man sich bald mit der Fahrradverbindung zwischen Ober-Florstadt und der Karl-Weigand-Schule befassen. Die Grünen hatten angeregt, dafür einen von zwei möglichen Wegen aus dem Neubaugebiet "Am Schwarzen Berg" asphaltieren zu lassen. Der Magistrat solle zunächst die Besitzverhältnisse klären und mit den Eigentümern in Verhandlungen treten. Sollte einer oder beide Wege im kommunalen Besitz sein, "so sind die nötigen Mittel für den Ausbau im kommenden Haushalt zu veranschlagen", so der Antrag.

Frauen-Notruf:In einem weiteren Antrag regten die Grünen an, die Fördersumme für den Frauen-Notruf Wetterau von 250 Euro im Jahr für 2021 auf 500 Euro zu verdoppeln. Die Beratungsstelle für Frauen und Mädchen, die von körperlicher, seelischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, finanziert sich durch Sponsoren, Mitglieder und freiwillige Beiträge der Kommunen im Einzugsbereich. Sie ist eng mit Krankenhäusern und der Polizei vernetzt. Insbesondere in Zeiten eines Lockdown sind potenziell mehr Frauen und Kinder von häuslicher Gewalt bedroht. Grund genug für das Stadtparlament, im Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt zu klären, welche anderen Hilfseinrichtungen und -organisation ebenfalls mit Zuwendungen bedacht werden sollen.

"Stadtradeln":Antrag drei der Grünen wurde auf Wunsch der SPD um ein Jahr verschoben: die Teilnahme am "Stadtradeln". Dabei geht es darum, in einem dreiwöchigen Zeitraum mit möglichst vielen Bürgern möglichst viele Alltags- und Freizeitwege mit dem Rad zurückzulegen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Grünen sahen es am Ende ebenso, dass die Vorbereitungszeit für den Wettbewerb in diesem Jahr sehr kurz sein würde und man bei einer Verschiebung auf 2021 bessere Möglichkeiten der Werbung und der Schaffung der nötigen Infrastruktur im Internet habe. cat/FOTO: DPA

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