Feuer löschen und Leben retten

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Ein Blaulichtgewitter zog am Freitagabend durch Nieder-Florstadt bis zur Kläranlage des Abwasserverbands Horlofftal. Feuerwehrfahrzeuge der Florstädter Jugendfeuerwehren und Rettungstransportwagen der Malteser-Jugend aus Altenstadt waren im Rahmen ihrer gemeinsamen Jahresauftaktübung zu einem Großeinsatz gerufen worden, der dem Rettungsnachwuchs so einiges abverlangte.

Ein Blaulichtgewitter zog am Freitagabend durch Nieder-Florstadt bis zur Kläranlage des Abwasserverbands Horlofftal. Feuerwehrfahrzeuge der Florstädter Jugendfeuerwehren und Rettungstransportwagen der Malteser-Jugend aus Altenstadt waren im Rahmen ihrer gemeinsamen Jahresauftaktübung zu einem Großeinsatz gerufen worden, der dem Rettungsnachwuchs so einiges abverlangte.

36 Jugendfeuerwehrleute mit ihren 14 Betreuern sowie sechs Aktive der Malteser-Jugend mit drei Betreuern waren fast eine ganze Stunde im Einsatz, ehe das Übungsende verkündet wurde. Zuvor mussten die Atemschutzgeräteträger vier vermisste Personen in einer vernebelten Werkstatt finden und bergen.

Ausgegangen war man von einer Verpuffung in der Werkstatt, die von einer fehlerhaften Elektroinstallation verursacht wurde, nachdem über ein Leerrohr chemische Dämpfe eingedrungen waren. Ursache dafür war ein beschädigter Chemikalientank, aus dem Flüssigkeit austrat, die in den unterirdischen Heizöltank gelaufen war.

Der Feuerwehrnachwuchs agierte an mehreren Fronten. Zunächst musste die auslaufende Chemikalie mit Löschschaum bedeckt und das angrenzende Verwaltungsgebäude gegen ein Übergreifen der Flammen geschützt werden.

Parallel wurde der Einsatz im Inneren der Werkstatt zur Bergung der vermissten Personen mit Atemschutzgeräten gestartet. Er war erfolgreich. Alle Verletzten konnten zur Erstversorgung an die Malteser-Jugend übergeben werden. Die "Vermissten" wurden wieder von Statisten der Altenstädter Jugendfeuerwehr gemimt.

Lob für die Nachwuchsretter

Bürgermeister Herbert Unger, der in Doppelfunktion als oberster Florstädter Floriansjünger und Verbandsvorsteher des Abwasserverbands vor Ort der Übung beiwohnte, war voll des Lobes für die Nachwuchsretter. Aber auch für Nils Henkel, den Jugendwart der Kernstadtwehr und Mitarbeiter der Kläranlage, der die anspruchsvolle Übung ausgearbeitet hatte. Auch Stadtbrandinspektor Markus Albus und Stadtjugendwart Marco Reis lobten die Einsatzbereitschaft von Malteser-Jugend und eigenem Feuerwehrnachwuchs.

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