+
So nah wie möglich an der Wirklichkeit: Bei der Übung wird mit reichlich Feuer, Rauch und Nebel gearbeitet.

Für den Ernstfall gerüstet

  • schließen

Florstadt/Altenstadt(sl). Das Zusammenwirken von Einsatzkräften verschiedener Hilfsorganisationen im Ernstfall übt der Einsatzkräfte-Nachwuchs aus Altenstadt und Florstadt bereits seit Jahren. In gemeinsamen Übungsszenarien werden Unfälle und Schadenslagen nachgestellt, wie sie jederzeit geschehen können. Die Jugendfeuerwehren beider Kommunen agieren dabei Hand in Hand mit der Malteser-Jugend Altenstadt, die sich um die geborgenen "Verletzten" der Übungen kümmert. Beim jüngsten Horrorszenario auf dem Areal von Nidder-Beton in Altenstadt kamen am Samstag erstmals zusätzlich die Wetterauer Hundestaffel aus Büdingen und der Nachwuchs des Technischen Hilfswerks THW zum Einsatz.

Die "Regisseure" Andreas Wirsing (Florstadt) und Andreas Frank (Altenstadt) hatten dieses Szenario ausgearbeitet: eine Gasexplosion und eine durch zahlreiche Kettenreaktionen herbeigeführte Großschadenslage im Gewerbegebiet der Waldsiedlung. Auf dem Gelände der Firma Nidder-Beton führt ein Gasleck zu einer Explosion, die ein Gebäude zum Einsturz bringt. Eine Person wird in den Trümmern vermisst, und auch ein Fahrzeug mit Insassen wird dabei verschüttet. Eine nahe stehende Maschinenhalle fängt Feuer; weitere kleinere Brandnester haben sich zusätzlich gebildet. Im Laufe des Einsatzes erhöht sich die Anzahl der Vermissten auf insgesamt zwölf Personen (darunter zwei Puppen), die es auch im nahe gelegenen Wald mit den eingesetzten Hunden aufzuspüren gilt.

Wasserversorgung über 600 Meter

Großalarm wurde um 15 Uhr ausgelöst, nur acht Minuten später trafen die ersten Löschkräfte ein. Die Jugendfeuerwehren aus Altenstadt und Florstadt waren mit jeweils neun Fahrzeugen vor Ort, die Malteser mit drei und das THW mit zwei Einsatzfahrzeugen. Zur Brandbekämpfung war eine über 600 Meter lange Wasserversorgungsleitung aus B-Schläuchen erforderlich, auf dem Gelände selbst kamen weitere 19 C-Schläuche zum Einsatz.

Stadtbrandinspektor Markus Albus (Florstadt) und Gemeindebrandinspektor Stefan Mertens (Altenstadt) waren voll des Lobes für alle Einsatzkräfte, die besonnen und fachkundig die unterschiedlichsten Szenarien zu Brandbekämpfung und Personenrettung absolviert hätten.

Im Einsatz waren 46 Nachwuchskräfte aus Altenstadt und 41 aus Florstadt sowie weitere Mitwirkende von Malteser-Jugend und THW. Die Rettungshundestaffel half mit neun Personen und fünf Hunden bei der Rettungsaktion. Altenstadts Bürgermeister Norbert Syguda wohnte der Übung bei und ließ sich in die Brisanz der Einsatzlage einweihen, Florstadts Bürgermeister Herbert Unger hatte kurzfristig erkrankt absagen müssen.

Zu großem Dank verpflichtet waren die Organisatoren der Firma Nidder-Beton samt angrenzenden Grundstückspächtern, der Jugendfeuerwehr Heldenbergen, welche die zehn "verletzten" Personen stellte, und den Maltesern für die Bewirtung nach dem Ende dieser Jahresabschlussübung mit vielen Herausforderungen. Auch die Zusammenarbeit mit der Hundestaffel und dem THW wurde gelobt.

Der THW-Nachwuchs trifft sich übrigens immer mittwochs um 17 Uhr am THW in Friedberg, und die Rettungshundestaffel sucht für Übungszwecke immer Waldstücke, in denen ihre Hunde trainiert werden können.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare