Sie sorgen für einen eindrucksvollen Gottesdienst: Pfarrerin Andrea Krügler (2. v. l.) und Gemeindeleiter Rainer Kaschig (2. v. r.) mit dem Duo Michele Hofmann und Patrick Geis.
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Sie sorgen für einen eindrucksvollen Gottesdienst: Pfarrerin Andrea Krügler (2. v. l.) und Gemeindeleiter Rainer Kaschig (2. v. r.) mit dem Duo Michele Hofmann und Patrick Geis.

Denkwürdiger Gottesdienst

  • vonStephan Lutz
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Florstadt-Stammheim (sl). Immer, wenn die evangelische Kirchengemeinde Stammheim und die Stammheimer Chrischona-Gemeinschaft einen gemeinsamen Gottesdienst planen, dürfen sich die Besucher auf etwas Besonderes freuen. So auch beim Erntedankgottesdient, der coronabedingt nicht in der Kirche, sondern im großen Bürgerhaus angeboten wurde. Nur dadurch konnte das strenge Hygienekonzept eingehalten werden. Immerhin kamen mehr als 70 Gläubige zu diesem besonderen Gottesdienst.

In mühevoller Kleinarbeit hatten Mitglieder der Veranstalter die Bühne des Bürgerhauses in einen reichlich geschmückten Altar verwandelt. Die Orgel ersetzten souverän Michele Hofmann und Patrick Geis mit ihren Liedbeiträgen, für die es zum Abschluss lang anhaltenden Beifall gab. Die Liedtexte konnten die Besucher auf einer Leinwand verfolgen. Mit Videofilmen sorgte Alexander Hofmann für eine würdige Atmosphäre. Dankbar wurden auch Hofmanns technische Raffinessen anerkannt. Sämtliche aus der Bibel zitierten Texte konnten die Besucher digital gestaltet auf der Leinwand mitlesen, samt Quellenangabe gemäß neuer Datenschutzverordnung.

Für die Chrischona-Gemeinde eröffnete Gemeindeleiter Rainer Kaschig den Gottesdienst mit dem Psalm 27: »Der Herr ist meines Lebens Kraft!« Sein Credo an die Gemeinde: »Der Herr ist unseres Lebens Kraft. Er steht uns bei, und wir brauchen keine Angst vor den im Leben gestellten Anforderungen zu haben.«

Pfarrerin Andrea Krügler von der evangelischen Kirchengemeinde bezog sich in ihrem Predigttext auf die »Speisung der viertausend Menschen durch Jesus Christus« (nach Markus, Kapitel 8 und Verse 1-9). Diese Passage aus der Bibel verdeutliche das Urbild für jede christliche Gemeinde: gemeinsames Handeln. Jesus lasse niemanden allein. Er sorge dafür, dass alle Menschen satt werden könnten. Überhaupt habe das gemeinsame Essen eine große soziale Bedeutung. Ausdrücklich bedauerte sie, dass das traditionelle Essen nach dem Erntedankgottesdienst wegen der Pandemie ausfallen müsse.

Nach der Vorstellung der neuen Konfirmanden durch Pfarrerin Krügler nahm Gemeindeleiter Kaschig die Gelegenheit wahr, auf das Elend vieler Menschen in Afrika hinzuweisen. Die Kollekte soll daher an einen sozialen Verein überwiesen werden.

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