Debatte ums Nachtlicht

  • vonStephan Lutz
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Florstadt (sl). Die CDU-Fraktion hat in der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag zurückgezogen, der die Reduzierung der Lichtverschmutzung in Florstadt zum Ziel hatte. Nachdem Bürgermeister Herbert Unger eine Stellungnahme der Ovag verlesen hatte, entschied die Union nach einer Sitzungspause, den Antrag nicht aufrechtzuerhalten.

Günter Schmidt (CDU) hatte zuvor auf gesundheitliche Folgen für ältere Menschen hingewiesen, weil es nachts wegen der LED-Straßenbeleuchtung sehr hell bleibe. Nicht nur für Menschen, auch für Pflanzen und Tiere wie Insekten, Fledermäuse und Vögel bedeute dies Stress. Durch den Antrag sollte der Magistrat veranlasst werden, die Straßenbeleuchtung ab einer gewissen Uhrzeit zu reduzieren. Vorgeschlagen wurde außerdem eine teilweise oder vollständige Abschaltung, das sollte auch für Werbemaßnahmen, Tankstellen, Gaststätten oder Skybeamer gelten.

Weil ihm die fachliche Kompetenz fehle, habe er sich an die Ovag gewandt, sagte Bürgermeister Unger und verlas deren Stellungnahme: Demnach werde bereits die Leistung gegen 22 Uhr auf 50 Prozent abgesenkt. Den Vorschlag, Straßenabschnitte vollkommen im Dunkeln zu lassen, lehne man ab. Außerdem habe man 2014, als im Einzugsgebiet der Ovag 52 000 Straßenlaternen auf LED-Technik umgerüstet wurden, Leuchten ausgewählt, die ihr Licht nach unten richten und weniger Lichtemissionen in den Nachthimmel abstrahlen.

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