Mit Fingerspitzengefühl haben insgesamt 21 Näherinnen und ein Näher aus allen Florstädter Stadtteilen und Nachbargemeinden zusammen mit Initiatorin Angela Unger fast 1000 Masken genäht. 	FOTO: PV
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Mit Fingerspitzengefühl haben insgesamt 21 Näherinnen und ein Näher aus allen Florstädter Stadtteilen und Nachbargemeinden zusammen mit Initiatorin Angela Unger fast 1000 Masken genäht. FOTO: PV

Aktion nun erst einmal beendet

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Florstadt (pm). Die Maskennähaktion der Initiative »Florstadt-hilft!« ist bis auf Weiteres eingestellt. Das teilte Angela Unger, Initiatorin und Ehefrau des Florstädter Bürgermeisters, mit. Sie geht davon aus, dass der Bedarf weitgehend gedeckt sein dürfte.

Insgesamt könne man die Initiative zum rein ehrenamtlichen Nähen und Verteilen von Mund- und Nasenbedeckungen aus Stoff als überwältigenden Erfolg feiern, resümiert Unger diese Aktion.

Insgesamt 21 Näherinnen und ein Näher aus allen Florstädter Stadtteilen und Nachbargemeinden haben zusammen fast 1000 Masken genäht, die von Angela Unger und Janine Lang von der Stadtverwaltung verteilt wurden.

Alle Arztpraxen, alle Kindergärten, die Karl-Weigand-Schule, Physio- und Ergotherapeuten, Verwaltungs- und Bauhofmitarbeiter der Stadt, ungezählte Privatpersonen der Hochrisikogruppe über die Bürgerhilfe Florstadt sowie die SAPV in Butzbach hätten Dank der »Kaffee-Tisch-Idee« von Angela Unger, gerade auch zu einer Zeit, als es auf dem freien Markt kaum Masken zu kaufen gab, von dieser Initiative profitiert.

Für Bürger im Rathaus

Schließlich konnten Ärzte auch ein Kontingent davon an Risikopatienten weitergeben. Die allerletzten Masken stehen nach Angaben der Verantwortlichen jetzt im Florstädter Rathaus - in dem aktuell auch noch Bedeckungspflicht besteht - Besuchern zur Verfügung, die das Rathaus versehentlich ohne Maske aufsuchen.

»Alles in allem konnten wir allein mit dieser Aktion rein rechnerisch mehr als zehn Prozent aller Einwohner der Stadt mit einer Behelfsmaske ausstatten. Eine Zahl, die ich vorher noch nicht einmal in meinen kühnsten Träumen erwartet hätte«, sagte Angela Unger. Der Zuspruch aus der Bevölkerung und die Begeisterung, mit der Unger von den vielen Näherinnen und dem Näher beliefert worden sei, hätten sie ebenso positiv überrascht wie die große Nachfrage, die alle Engagierten gerne gestillt hätten. Angela Unger dankt allen Näherinnen und dem Näher für die tolle Unterstützung. »Stellvertretend für alle möchte ich das bei meiner 84-jährigen Mutter Leni Klein tun, die allein 244 Behelfsmasken genäht hat«, teilte Unger mit. Aber auch bei Janine Lang von der Stadtverwaltung möchte sie sich für die Verteilung der Masken ebenso bedanken wie bei ihrem Ehemann.

Auch die Bürgerhilfe habe dafür gesorgt, dass gerade Mitbürgerinnen und Mitbürger der Risikogruppe in allen Stadtteilen von dieser Aktion profitieren konnten.

189 Euro seien bei der Aktion an Spendengeldern zusammengekommen. Ein großer Teil des Geldes sei in Nähutensilien wie Gummilitzen und -bänder investiert worden. Das restliche Geld sei dann noch in eine kleine Dankeschön-Aktion für alle Beteiligten mit eingeflossen. Diese wurde von Angela Unger durchgeführt, auch die Stadt habe sich beteiligt.

Besonders freudig überrascht sei Unger von der Kita Sonnenschein in Stammheim - unter der Leitung von Gabi Freitag - gewesen, die sich ebenfalls bei allen Aktiven mit selbst gebackenen Küchlein bedankt und diese selbst ausgefahren und verteilt hat.

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