»Absprache bezog sich nur auf Sitzungstermin«

  • vonRedaktion
    schließen

Florstadt (pm). Im Streit um die Mark Mockstadt sieht sich Florstadts Bürgermeister und Markmeister Herbert Unger zu einer Reaktion auf die jüngste Presseveröffentlichung der Grünen gezwungen. Es werde langsam peinlich, mit welch dünnen Argumenten die Grünen nun versuchen, »ihr populistisches Verhalten zu rechtfertigen«, so Unger. Es habe eine klare Absprache zwischen ihm und dem CDU-Ortsvorsteher Karl-Gerhard Stiebeling gegeben, dass man vor der Kommunalwahl keinen Sitzungstermin für eine gemeinsame Sitzung der Ortsbeiräte Staden und Nieder-Mockstadt mehr anberaumen möchte, da es sich bei der anstehenden Beratung und Entscheidung über die künftigen Eigentumsverhältnisse der Mark nicht um ein sehr dringendes Thema handele, das sich schließlich schon seit den Sechzigerjahren immer wieder einmal in der Diskussion befunden habe.

Begründet wurde diese Festlegung in erster Linie mit der aktuellen pandemischen Situation; wohlwissend, dass viele Ortsbeiratsmitglieder das 60. Lebensjahr zum Teil schon deutlich überschritten haben. Man sei sich aber auch darüber einig gewesen, »dass man dieses eigentlich rein sachliche Thema aus dem aktuellen Wahlkampf heraushalten wollte, da dies dieser wichtigen und als historisch einzustufenden Angelegenheit nicht gerecht werden würde«.

Genau dies habe er, Unger, in seiner Funktion als Markmeister den beiden grünen Ortsbeiratsmitgliedern bei einem persönlichen Gespräch zugesichert und auch entsprechend eingehalten.

Rein sachliche Darstellung

Nachdem er dann aber mehrfach unter anderem auch im Magistrat auf kursierende Gerüchte angesprochen wurde - wie zum Beispiel: die Mark solle aufgelöst werden oder die Eigentümerkommunen wollten sich das vorhandene Kapital »unter die Nägel reißen« - habe er sich als Markmeister gezwungen gesehen, mit einer »rein sachlichen Darstellung« an die Öffentlichkeit zu gehen. »In dieser ersten Presseveröffentlichung zu diesem Thema wurden weder Personen noch Parteien benannt, sondern lediglich der eigentliche Sachverhalt öffentlich dargestellt.« Unger weiter: Da er aus verlässlicher Quelle aber wusste, »dass sich selbst Mandatsträger wider besseres Wissen an der Verbreitung dieser bewussten Falschaussagen beteiligt hatten«, habe er dies auch ganz allgemein erwähnt, um den betreffenden Personen zu signalisieren, »dass es bekannt ist, aus welcher Ecke diese Gerüchte besonders befeuert werden«.

»Ich lasse mir auf alle Fälle von den Grünen weder einen Maulkorb noch ein Schreibverbot verpassen - weder als Bürgermeister und ganz besonders nicht als Markmeister der Mark Mockstadt, da ich in dieser Funktion lediglich dem Markvorstand verantwortlich bin - und sonst niemand«, unterstreicht Unger. Bezugnehmend auf das kürzlich von den Grünen in Nieder-Mockstadt verteilte Flugblatt erklärt er: Es stehe natürlich jedem frei, eine Meinung zu einem Verhandlungsergebnis zu haben. »Mit einer reinen Ablehnung erfüllen wir hier aber weder die Auflagen des Wetteraukreises, noch die Empfehlungen des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. Verhandlungen sind immer nur so gut, wie die Vertragspartner bereit sind, mitzugehen.« Da hier aber überhaupt noch nichts entschieden sei, könne er die »künstlich erzeugte Aufregung durch die Grünen nicht nachvollziehen. Hier scheint blanker Populismus vor der Kommunalwahl das Handeln der Mockstädter Grünen maßgeblich zu beeinflussen«, so Unger abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare