Für diesen neuen Schulvan haben sich die Strapazen gelohnt.
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Für diesen neuen Schulvan haben sich die Strapazen gelohnt.

10 000-Euro-Marke geknackt

  • Dagmar Bertram
    vonDagmar Bertram
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Florstadt(pm/dab). Nach vier Stunden und 44 Minuten hatten sie es geschafft: Lisa-Mareen Walther und Sebastian Büter waren 42,2 Kilometer an der Nidda entlanggelaufen, von Frankfurt bis Florstadt. Die Marathonstrecke legten sie für einen guten Zweck zurück: Sie sammelten Spenden für den Verein "Girls On A Mission", deren Gründerin und Vorsitzende die gebürtige Florstädterin Walther ist. Insgesamt kamen über 10 000 Euro zusammen, mit denen Hilfsprojekte in Uganda unterstützt werden sollen.

Neuer Schulvan dank Marathon

Wie die 30-Jährige berichtet, waren insgesamt 14 Läufer am Start, zwölf davon in Form einer Staffel. Sebastian Büter - der 35-Jährige ist ebenfalls Gründungsmitglied des Vereins - und sie selbst kämpften sich durch die komplette Distanz. "Wir liefen erschöpft, aber glücklich durchs Ziel am Bolzplatz in Florstadt."

Zwölf Wochen hatte die Vorbereitung gedauert, sagt Walther. Für jeden Kilometer wollten die Läufer 50 Euro für die Projekte von "Girls On A Mission" sammeln. Insgesamt lag das Ziel bei 10 500 Euro.

"Der Marathon hat sich definitiv ausgezahlt", freut sich die Vorsitzende. Zunächst habe sie daran gezweifelt, ob "der sehr optimistisch gewählte Betrag" tatsächlich erreicht werden würde. Waren doch zehn Tage vor dem Lauf "nur" knapp 8000 Euro zusammengekommen. "Am Ende schaute ich nicht mehr jeden Tag auf den Kontostand und wollte mich einfach überraschen lassen und über jeden Euro freuen", sagt die junge Frau. "Die Überraschung ist geglückt - das Ergebnis ist überwältigend." Denn am Tag nach dem Marathon konnte sie 10 600 Euro an Spenden verzeichnen.

Vor wenigen Tagen ist Lisa-Mareen Walther nun nach Afrika geflogen. Wie sie von dort berichtet, habe mit den Spenden bereits ein neuer Schulvan für die Projekte von "Girls On A Mission" angeschafft werden können. "Die Kosten belaufen sich auf knapp 6500 Euro."

Länger zur Schule gehen

Noch bis Mitte Januar will Walther in Uganda bleiben und mit dem lokalen Ansprechpartner Moses Kalanzi entscheiden, wofür die restlichen Spenden verwendet werden können. Die 30-Jährige hat schon eine Idee: "Wahrscheinlich fließt das Geld in die Fertigstellung einer ›Secondary School‹, also einer weiterführenden Schule. Viele Kinder in Uganda haben nur einen Abschluss der ›Primary School‹ und verlassen die Schule so bereits ab dem 14 Lebensjahr." Wenn die Kinder länger zur Schule gingen, erhöhe sich ihre Chance auf eine bessere Zukunft, sagt Walther.

Das Ziel des Vereins ist es, nachhaltig zu unterstützen, ohne Abhängigkeiten zu erschaffen. So betreibt "Girls On A Mission" ein "Empowerment Center", in dem 80 Frauen eine Ausbildung absolvieren können. Außerdem arbeitet der Verein mit der Grundschule "Abato Foundation" zusammen. Des Weiteren besteht eine Kooperation mit einem "Medical Center", das neben einem Krankenhaus auch eine Geburtenstation betreibt.

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