"Die Brötchen sind ideal für Linkshänder und wenn man sie umdreht, auch für Rechtshänder geeignet", sagt Hildebrandt.
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»Die Brötchen sind ideal für Linkshänder und wenn man sie umdreht, auch für Rechtshänder geeignet«, sagt Hildebrandt.

Innovation in Altenstadt

Verkauf von Linkshänder-Brötchen gestartet – Erlös geht an einen guten Zweck

Viele Linkshänder haben Probleme, ihr Brötchen aufzuschneiden. Bäcker Dirk Hildebrandt aus Altenstadt und Moderator Boris Meinzer haben Abhilfe geschaffen. Der Erlös wird an einen guten Zweck vor Ort gespendet.

Welcher Linkshänder kennt nicht das Problem, dass man beim Frühstück nicht weiß, wie man das Brötchen aufschneiden soll? Daher haben Bäckermeister Dirk Hildebrandt aus Altenstadt und Moderator Boris Meinzer sich überlegt, dass es Zeit wird für das Linkshänder-Brötchen.

Altenstadt: Verkauf von Linkshänder-Brötchen startet

»Wir saßen mit meinem mittleren Sohn noch vor Corona gemeinsam beim Frühstück«, sagt Meinzer. »Er ist Linkshänder und hatte das Problem, dass ihm immer wieder das Brötchen mit der Marmelade aus der Hand gefallen ist. Oder er beim Schneiden abgerutscht ist. Das eigentliche Problem, das viele Linkshänder haben, wo man aber nicht so gerne drüber redet, ist, dass es keine idealen Brötchen für sie gibt.« Hildebrandt und Meinzer kennen sich schon viele Jahre und machen immer wieder Benefiz-Aktionen für den Kindergarten in Altenstadt.

Vor über einem Jahr hatten die beiden beschlossen, dass es an der Zeit für ein Linkshänder-Brötchen sei. Denn auch der Bäckermeister ist Linkshänder. »In einer Truhe auf dem Dachboden habe ich ein Rezept gefunden«, sagt Hildebrandt. »Dann haben wir über ein Jahr lang getüftelt und experimentiert.« Jetzt ist es soweit und die Linkshänder-Brötchen, eine Art Milchbrötchen, können ab heute, dem 1. April, verkauft werden.

Der Verkauf findet ab 8 Uhr vor der Filiale der Bäckerei in der Vogelsbergstraße in Altenstadt statt. »FFH-Dummfrager« Boris Meinzer unterstützt den Verkauf an diesem Tag. »Ich habe zwar noch nie Brötchen verkauft, aber das machen wir mit links«, sagt er lachend. Hildebrandt ergänzt: »Endlich sind wir Linkshänder erlöst und können auch in der Öffentlichkeit frühstücken.«

Linkshänder-Brötchen-Verkauf: Erlös der April-Aktion geht an einen guten Zweck

Doch Spaß beiseite: Der heutige Erlös der Brötchen, die gegen eine Spende verkauft werden und noch keinen festen Preis haben, geht an den Förderverein der Karoline-von-Günderrode-Grundschule in Höchst. »Wir arbeiten regelmäßig mit der Schule und den Kindergärten zusammen und wollen sie mit der Aktion unterstützen«, sagt Hildebrandt. Das Geld sei für den Bau einer Notfalltreppe gedacht.

Nach der Aktion sind die Linkshänder-Brötchen dauerhaft in den Filialen der Bäckerei Färber zu regulären Brötchenpreisen erhältlich. Denn Milchbrötchen gab es im Sortiment der Bäckerei bisher noch nicht. »Wir wollen damit an den Scherz erinnern«, sagt Meinzer. »Durch die Corona-Pandemie liegen die Nerven bei vielen blank. Da tut ein kurzer Lacher oder ein Schmunzeln zwischendurch gut. Es ist unheimlich wichtig, auch mit Humor durch die Zeit zu kommen.« Die Aktion solle die Leute erheitern. »Und es ist schön, wenn durch den Brötchenkauf eine gute Tat entsteht und die Schule damit noch unterstützt wird.«

Bäckermeister Dirk Hildebrandt und Boris Meinzer holen die ersten Linkshänder-Brötchen aus dem Ofen. Ab heute sind sie im Verkauf der Bäckerei Färber.

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