dab-arc-huehnerglueck1_100_4c
+
Begleitet von Dr. Ralph Schäfer an der Orgel, singen (v. l.) Eva Burghardt, Natalie Stoll, Claudia Paul, Anna Beyster, Jana Schubert und Sabine Schubert Lieder über Hühner.

Wetterhahn und kluges Huhn

  • VonMarc Stephan
    schließen

Echzell (arc). Der frühe Hahnenschrei verkündet das Ende der finsteren Nacht und das Wiedererwachen des Lebens im Licht des neuen Tages - das ist ein Grund, weshalb man auf Kirchtürmen Wetterhähne findet. Das erfuhren die Besucher des Gottesdienstes »Hühnerglück - Von Fittichen und Federvieh« am Sonntag im evangelischen Pfarrgarten. Es war sicherlich auch kein Zufall, dass der erste Gottesdienst nach den monatelangen Einschränkungen der Corona-Pandemie dieses Symbolbild zum Thema machte.

Fröhliches Beisammensein

Doch ging es in diesem Gottesdienst nicht nur um den Hahn auf dem Kirchturm, sondern um Hühner allgemein in der Bibel und in unserem Alltag. Open air unter Einhaltung der derzeit noch geltenden Hygieneregeln sollte der Gottesdienst auch nicht gar zu streng liturgisch werden, wie Pfarrerin Alrun Kopelke, Pfarrer Joachim Sylla sowie der Kirchenvorstand wissen ließen. So stand das fröhliche Beisammensein im Mittelpunkt des frühen Abends, das gemeinsame Singen erstmals seit Monaten sowie das lockere Gespräch über Hühner und andere Haustiere und ihre wohltuende Wirkung auf die Menschen.

Während die Gemeinde Lieder sang wie »Geh aus mein Herz und suche Freud‹«, sorgten die Sängerinnen um Dr. Ralph Schäfer an der Orgel mit Stücken wie »Fuchs, du hast das Huhn gestohlen« oder »Ich wollt ich wär ein Huhn« für passende Stimmung zum Thema »Hühnerglück«. Kopelke und Sylla zeigten mit Redewendungen, wie stark gerade das Huhn in unserer Alltagssprache vertreten ist, wobei Kolpeke es nicht ganz so ernst zu nehmen schien mit Beiträgen wie »Kräht der Hahn auf dem Huhn, hat das mit dem Wetter nichts zu tun!«.

Dass Beleidigungen wie »dummes Huhn« so gar nicht der Wahrheit entsprechen, wusste Torsten Stephan aufzuklären. Der Vorsitzende des Geflügelzuchtvereins Bingenheim erklärte im Gespräch, dass Hühner starke soziale Strukturen bilden und bei Bedrohung meist gemeinschaftlich reagieren, dass Hennen mit ihren Küken im Ei kommunizieren, ja sogar die ungeschlüpften Küken untereinander den Schlupfzeitpunkt abstimmen, um schnell gemeinsam das Nest verlassen zu können - alles andere als dumm.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatte der Verein noch eine kleine Ausstellung seltener Hühnerrassen vorbereitet, um den Abend mit einem gemeinsamen Gesprächsthema ausklingen zu lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare