+

Wenn’s in der Werkstatt brennt

  • schließen

Echzell/Wölfersheim(pm). In der sogenannten Alarm- und Ausrückeordnung ist festgelegt, dass die Feuerwehren Echzell und Wölfersheim bei bestimmten Alarmierungsstichworten gemeinsam ausrücken bzw. jeweils nachalarmiert werden. Deshalb fand vor Kurzem auf dem Gelände der Firmen Eisnecker und Schmieder am Römerschacht, zwischen Echzell und Wölfersheim an der K 181, eine Alarmübung statt, die vom Einsatzleitwagen 2 (Wetterau 12) geleitet, koordiniert und dokumentiert wurde.

Angenommen war ein Brand in der Autowerkstatt, der sich rasch ausbreitete. Vier Arbeiter wurden im Gebäude vermisst. Nach der Alarmierung um kurz nach 19 Uhr kümmerten sich die Teams zweier Löschfahrzeuge aus Echzell und Wölfersheim unter Einsatz von Atemschutz um die Suche und Rettung der vermissten Personen sowie um die Brandbekämpfung.

Pendelverkehr mit Löschwasser

Mit einem auf dem Gelände vorhandenen, aber schlecht zu findenden Hydrant wurden die Fahrzeuge mit Wasser versorgt. Weil diese "Zapfstelle" aber nicht ausreichte, wurde ein Pendelverkehr angeordnet, den zwei weitere Löschfahrzeuge übernahmen. Sie wurden aus einem Hydranten in der Echzeller Lindenstraße betankt und an die Einsatzstelle gefahren. Dort wurde ein vom Echzeller Gerätewagen-Logistik aufgebautes Becken gefüllt, aus dem sich die Löschfahrzeuge dann bedienten. Diese Art der Wasserversorgung ist bei Waldbränden die Regel, aber auch bei außenliegenden Liegenschaften erfolgreich.

Bei der folgenden Besprechung im Feuerwehrhaus Wölfersheim zeigte sich Echzells Gemeindebrandinspektor Stefan Hofmann, der selbst als Gruppenführer im Einsatz war, äußerst zufrieden mit dem Ablauf der Übung, auch wenn es einzelne Kritikpunkte gab, an denen in kommenden gemeinsamen Übungen gearbeitet werden soll. Auch die Organisatoren des Abends, Echzells Wehrführer Michael Stoll und der Wölfersheimer Feuerwehrchef Thorsten Metz, lobten die Mannschaften für die professionelle Leistung an diesem heißen und schwülen Spätsommertag. Für den Abschluss hatten die Wölfersheimer Kameraden Würstchen und Getränke vorbereitet.

Die Feuerwehren bedankten sich bei Christian Schmieder und Gernot Eisnecker für die Möglichkeit, die Übung auf deren Betriebsgeländen durchführen zu können. Gleichzeitig appellierten sie an die Autofahrer, an Einsatzstellen langsam zu fahren, um die Rettungskräfte nicht zu gefährden. Trotz Blaulichts auf allen Fahrzeugen und Pylonen mit Warnblitzern auf der Straße fuhren sehr viele Verkehrsteilnehmer ungebremst und oft mit überhöhtem Tempo und geringem Abstand an den Feuerwehrleuten vorbei.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare