Vier Generationen in einem Verein

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Mit einem Kommersabend im März hatten die Landfrauen ihre Festreihe zum 50-jährigen Bestehen eröffnet (die WZ berichtete). Nun trafen sie sich zu zwei weiteren Veranstaltungen.

Mit einem Kommersabend im März hatten die Landfrauen ihre Festreihe zum 50-jährigen Bestehen eröffnet (die WZ berichtete). Nun trafen sie sich zu zwei weiteren Veranstaltungen.

Der Echzeller Verein ist mit über 300 Mitgliedern der größte im Landfrauenverband Hessen. Das Alter der Mitglieder reicht von sechs bis 98 Jahre. Das bedeutet, dass unterschiedliche Interessen verknüpft werden müssen, um drei oder gar vier Generationen vereinen zu können. Das klappte auch am vergangenen Wochenende wieder gut.

Samstags war ein Familientag im Echzeller Wald organisiert worden. Dabei konzentrierten sich die Landfrauen auf ihre jüngsten Mitglieder. Die Kinder erlebten eine Schatzsuche. Dabei ging es mit der NABU-Gruppe Bingenheim über Stock, Stein und durch den Bach. Anschließend traf sich die Landfrauen-Familie an "Rentners Ruh". Hier wartete ein Spielparcours auf Groß und Klein. Ein Höhepunkt war das Fahren mit dem Segway. Wer glaubte, dass sich das nur die Jüngsten trauten, der irrte. Auch über 80-Jährige genossen den Fahrspaß.

Mit Leckerem vom Grill der Feuerwehr, selbst gebackenen Kuchen und netten Begegnungen erlebte man einen schönen Familientag in der Hoffnung, dass die jüngeren Mitglieder solche Aktionen nicht vergessen und die Tradition weiterführen werden.

Kirchenvorstandsvorsitzende Anja Leukel begrüßte sonntags zum Festgottesdienst in der evangelischen Kirche erneut eine große Gemeinschaft. Dagmar Drullmann, Elke Mogk und Pascal Roos vom Kirchenvorstand wirkten ebenso am Gottesdienst mit wie der Singkreis der Landfrauen und Sängerinnen der Einheit Echzell. Das Besondere: Alle Mitwirkenden sind im Landfrauenverein aktiv. Pfarrerin Alrun Kopelke-Sylla – natürlich auch Landfrau – ging in ihrer Predigt auf eine Stellenausschreibung ein: "Eine Frau oder vier Männer zur Mitarbeit gesucht." Der Gottesdienst endete mit ansprechendem Orgelspiel von Dr. Ralf Schäfer.

Noch einmal um den Bänderbaum

Danach gab es eine besondere Tanzaufführung, die mit reichlich Applaus belohnt wurde. Vor 40 Jahren kamen Landfrauen zusammen, um rund den Bänderbaum zu tanzen. Damit war der heutige Tanzkreis gegründet. Diese ehemaligen Tänzerinnen, teilweise schon über 80 Jahre alt, hatten sich zum Jubiläum bereit erklärt, noch einmal in die Tanzröcke zu schlüpfen. Aber nicht nur diese Frauen, auch die nächsten beiden Generationen standen bereit, um den Bändertanz zu lernen. So hatten sich drei Generationen seit Wochen getroffen, um gemeinsam zu tanzen. Bei der jüngeren Gruppierung war das Besondere, dass hier aktive Landfrauen-Mütter mit ihren Töchtern gemeinsam tanzten. Eines von vielen Beispielen dafür, wie in Echzell generationsübergreifend die Tradition weitergetragen wird.

Im Museumshof bei Kaffee und Kuchen sowie strahlendem Sonnenschein gingen den Landfrauen danach die Gesprächsthemen nicht aus. Wer den Schatten suchte, hatte die Gelegenheit, im Museum die Sonderausstellung "50 Jahre Landfrauen Echzell" anzuschauen.

Im September wollen die Landfrauen ihre Jubiläumsreihe mit einer internen Scheunenfete beschließen.

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