Viel Unterricht in Corona-Zeiten

  • vonred Redaktion
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Echzell(pm). Es war ein außergewöhnliches Schuljahr, unter ganz außergewöhnlichen Bedingungen. Corona und die neuen Umstände haben auch den Alltag an der Privatschule Internat Lucius beeinflusst. Alle mussten sich umstellen. Nach den Sommerferien soll der Regelbetrieb wieder losgehen. Allerdings unter geltenden Hygienebedingungen. Geschäftsführerin Vera Kissner erklärt, wie die vergangenen Monate in Echzell waren und wie es weitergeht.

Schule und Internat sind seit Ende April geöffnet, allerdings unter strengen Hygienevorschriften, die alle Schülerinnen und Schüler mittlerweile sehr gut kennen würden.

Als Privatschule konnte Lucius dauerhaften Präsenzunterricht bis zu den Sommerferien während der ganzen Schulwoche der Q2, der E-Phase sowie den Klassen 5 bis 7 geben. Lediglich die Klassen 8 bis 10 konnten nur nach einem alternierenden Prinzip Präsenzunterricht im Forsthaus erhalten, bekamen aber weiterhin Homeschooling.

Das hing mit den Klassengrößen zusammen, denn es durften insgesamt nicht mehr als 90 Schüler gleichzeitig im Forsthaus sein. Damit das gewährleistet werden kann, sind die Klassen 5 bis 7 bis zu den Sommerferien in der "Burg" in Echzell untergebracht und erhalten dort Präsenzunterricht von Montag bis Donnerstag mit acht Stunden am Tag.

Beim Homeschooling hat das Internat darauf geachtet, dass Strukturen eingehalten wurden: Die Kinder arbeiteten verbindlich mit Teams. Dies habe sich sehr bewährt. Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer seien während des Unterrichts präsent. Das Teilnehmen am Online-Unterricht und die Präsenz zu den Unterrichtszeiten war für alle Schülerinnen und Schüler obligatorisch.

Gepflegt zum Homeschooling

Es wurde erwartet, dass die Schülerinnen und Schüler ein gepflegtes Äußeres am Schreibtisch zeigen und pünktlich nach ihrem Stundenplan vor ihren Computern sitzen.

Für den Ganztagsbetrieb der Einrichtung, also für diejenigen Schüler, die nicht im Internat leben, gibt es auch neue Regeln und Herausforderungen: Die An- und Abreise erfolgt zu festgelegten Uhrzeiten. Die Ganztagsschüler werden zum Unterricht gebracht und verlassen nach Unterrichtsende das Schul- und Internatsgelände wieder, außer sie sind noch für die Studierzeit angemeldet. Die Eltern parken ihre Autos draußen vor dem Hoftor des Forsthauses oder auf dem Parkplatz der Burg. Unbefugten ist das Betreten nicht gestattet.

Außerdem müssen alle bei der Ankunft eine sogenannte Selbstauskunft vorlegen. Diese beinhaltet, dass die Kinder die Wochenenden gemäß den aktuell geltenden Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie verbracht haben.

Eigene Flaschen und Brotdosen

Im Alltag hat sich auch einiges geändert: Alle Schüler haben personalisierte Trinkflaschen und eine Lunchbox für das Pausenbrot dabei. Ein absolutes Muss sind auch Rucksäcke, um die Schulsachen zu transportieren. "Die Zeiten waren und sind für uns alle eine große Herausforderung. Wir haben erlebt, dass die Struktur des Alltags, die zwischenmenschlichen Begegnungen und der Unterricht in der Schule Normalität gebracht haben", sagt Kissner.

Nach den Sommerferien werden alle Klassen wieder beschult. Es wird weiter auf Einhaltung der Hygieneregeln geachtet werden; die Klassenräume sollen großzügig gestaltet werden. Das sei alles gut umsetzbar,, da es nicht mehr als 18 Schüler in einer Klasse gibt, und in der Oberstufe durch das Kurssystem die Kurse noch kleiner sind. Alle haben gelernt: "Unser Homeschooling Konzept ist gereift, auch wenn wir wie alle hoffen, es nicht mehr einsetzen zu müssen", bilanziert Kissner.

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