Vergabezentrum soll Einkauf der Gemeinde erleichtern

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Ein Vergabezentrum soll im Wetteraukreis Ausschreibungen von Leistungen der Kommunen rechtssicher organisieren. Durch diese interkommunale Zusammenarbeit erhoffen sich die teilnehmenden Kommunen eine effizientere Arbeit und Einsparungen bei den Ausschreibungskosten. Die Gemeindevertreter entschieden einstimmig, dass Echzell sich beteiligt.

Ein Vergabezentrum soll im Wetteraukreis Ausschreibungen von Leistungen der Kommunen rechtssicher organisieren. Durch diese interkommunale Zusammenarbeit erhoffen sich die teilnehmenden Kommunen eine effizientere Arbeit und Einsparungen bei den Ausschreibungskosten. Die Gemeindevertreter entschieden einstimmig, dass Echzell sich beteiligt.

In der Vorlage erläutert die Verwaltung, dass das Vergaberecht ein komplexes Rechtsgebiet sei, dass einem starken Wandel durch Gesetzesänderungen unterliege. "Insbesondere kleinere Kommunen können durch eigenes Personal nur selten rechtssichere Vergabeverfahren gewährleisten." Deshalb würden externe Dienstleister beauftragt. Die Pflicht, ab Oktober 2018 ein elektronisches Verfahren bei EU-weiten Ausschreibungen zu nutzen, habe Büdingen auf die Idee gebracht, in diesem Bereich eine interkommunale Zusammenarbeit zu organisieren, weil die elektronische Bearbeitung nicht mehr an einen Ort gebunden sei.

18 Kommunen wollen mitmachen

Von den 25 Kreiskommunen hätten 18 sich bereits positiv dazu geäußert. In den Beratungen seien Beispiele aus dem Kreis Groß-Gerau sowie dem Lahn-Dill-Kreis vorgestellt worden. Dort sei die elektronische Vergabe bei allen Vergabeverfahren der Kommune eingesetzt worden, um den Aufwand zu verringern. Dieses Ziel werde auch im Wetteraukreis angestrebt.

Welche Kosten Echzell anteilig an der zentralen Vergabestelle zu tragen hat, hängt von der Gesamteinwohnerzahl der teilnehmenden Kommunen ab. Man rechnet mit Echzell von 9500 Euro jährlichen Kosten.

Denkbar sei, dass das Vergabezentrum auch den gemeinsamen Einkauf von Waren für die Kommunen organisiere, etwa in den Bereichen Büro- und Bastelmaterial, Verbrauchsmaterial oder auch Dienstleistungen. Die Erweiterung des Vergabezentrums zu einem solchen Beschaffungszentrum könne durch das Land gefördert werden.

"Eine alte BWLer-Weisheit lautet, der Gewinn liegt im Einkauf", sagte Sebastian Möller (SPD). "Deshalb können wir von einem gemeinsamen Einkauf nur profitieren."

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