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Achtung, schweres Gerät im Übungseinsatz: Die Kameraden der Echzeller Wehr öffnen das Dach des "Unfallautos", damit der eingeklemmte Fahrer befreit werden kann.

Was tun, wenn’s knallt?

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Echzell(pm). Auf der Straße zwischen Grund-Schwalheim und Bisses wird häufig zu schnell gefahren - erst recht, seitdem die Straße am Bahnübergang vor Kurzem repariert worden ist. Grund genug für die Führung der Echzeller Feuerwehr, sich diese Strecke genauer anzusehen und eine nicht angekündigte Alarmübung durchzuführen.

Das Szenario sah so aus: Ein aus Grund-Schwalheim kommender Pkw war mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Bisses unterwegs, als kurz vor der Autobahnbrücke ein Rudel Rehe die Straße überquerte. Der Autofahrer bremste und konnte einen Zusammenstoß mit den Tieren verhindern, kam aber von der Straße ab, überschlug sich, rammte einen Baum und blieb mit dem Auto auf der Seite liegen. Ein Team der Johanniter-Unfallhilfe übernahm durchs Beifahrerfenster die Erstversorgung des eingeklemmten Mannes, überprüfte dessen Vitalfunktionen und forderte die Feuerwehr an.

Die Kameraden der Echzeller Wehr rückten mit zwei Löschfahrzeugen an, stellten den Brandschutz sicher und stabilisierten das Fahrzeug. Mit einer Rettungsschere öffneten sie das Dach und klappten es zur Seite, sodass der Fahrer befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden konnte.

Die realistische Übung war von Sebastian Kapeller ausgearbeitet worden und bei knapp 30 Grad äußerst schweißtreibend. Die Wehr dankte allen, die mitgeholfen hatten: Thorben Faber als Fahrer des "Unfallautos", Jens Rubitschu und seine Freunden, die den Pkw transportiert und vorbereitet hatten, Patrick Zillich und seinem Kollegen Leon Steinhagen von der JUH Bad Nauheim und den Spendern von Snacks und Getränken.

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