Der Trompete gleich beim ersten Mal einen Ton entlockt

Echzell (arc). Musik fördert die geistige und soziale Entwicklung und ist gut für die Motorik der Kinder, das wissen erfahrene Musiker. Den Kindern ist es wichtig, dass es Spaß macht, ein Instrument zu spielen und in der Gruppe etwas zu gestalten. Letzteres konnten sie beim Schnuppernachmittag des Musikvereins in der Alten Molkerei erfahren.

Aufgebaut waren alle gängigen Instrumente eines Musikvereins. Die glänzenden Trompeten und Posaunen, die Hörner und die Tuba, die Klarinetten, Saxofone und Querflöten mit den ungezählten Löchern und Klappen ließen viele Kinder zögern. Doch bald wurden die Augen immer größer und die Instrumente unter kundiger Anleitung ausprobiert. Es ist schwer, aus einer Trompete einen Ton rauszukriegen? Von wegen! Mit Humor und Tipps kriegte jeder Besucher nach wenigen Anläufen erste Töne aus dem Instrument. Mutige versuchten sich gar an einer Tonleiter. Wie man’s richtig macht, zeigten die Aktiven des Vereins durch Vorträge im kleinen Ensemble.

Grund für dieses teils laute Treiben ist eine neue Runde in der Jugendarbeit, die der Musikverein einläutet. In den nächsten zwei Jahren sollen Kinder und Jugendliche an Blas- und Schlaginstrumenten ausgebildet werden, um dann den Sprung vom Jugend- ins Stammorchester des Vereins zu schaffen. Mit dem Interesse der Jugendlichen war der Vorsitzende Helmut Noll mehr als zufrieden. Man hatte in den Echzeller Schulen für die Nachwuchsarbeit werben dürfen, und auch für später haben die Schulen ihre Unterstützung zugesagt, in dem sie Räume für den Einzelunterricht zur Verfügung stellen wollen.

Auch die Gemeinde bot die Alte Molkerei als zusätzlichen Probenraum an.

Nachdem die ersten Anmeldungen gesichtet wurden, gilt es für den Vorstand, den Rechenschieber zu bedienen. Die Ausbildung wird nicht von allein von Vereinsmitgliedern bestritten werden können, externe Lehrer müssen engagiert werden, vereinseigene Instrumente müssen überholt, neue Instrumente angeschafft werden. Dabei solle es für die Vereinskasse mit einer Null aufgehen und für Kinder und Eltern bezahlbar bleiben, betonte Noll.

Wer den Schnuppernachmittag verpasst hat, aber Interesse an Musik und gemeinsamen Aktivitäten hat, kann sich an den Vorsitzenden des Musikvereins, Helmut Noll, (Tel. 0 60 08/70 43) oder an die Jugendleiterin Beate Fleischer (Tel. 0 60 08/13 31) wenden oder freitags kurz vor 20 Uhr in der Horlofftalhalle bei einer der Proben vorbeischauen.

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