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Die Sieger der 33. Äppelwoiprämierung in Bisses (v. l.): Engelbert Schmidt, Eckhard Hirt, Gabriele Schäfer, Norbert Seibert mit Bürgermeister Wilfried Mogk.

15 Sorten Apfelwein verköstigt

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Echzell-Bisses(sto). Für die Apfelbauern sei 2018 ein Traumjahr gewesen. Die Bäume trugen reichlich Früchte, mehr Äpfel denn je hätte geerntet werden können. Auch für die Äppelwoifreunde Bisses hielt das vergangene Jahr ausreichend Auswahl zum Keltern bereit. Von vielen würden besondere Sorten mit einem entsprechenden Öchsle-Gehalt bevorzugt. Dabei werden keine neuartigen Tafeläpfel, sondern säurehaltige, ältere Apfelsorten aus Streuobstwiesen benutzt. So tragen die Äppelwoifreunde auch zum Erhalt der ökologischen Vielfalt bei. Andere wiederum legen Wert auf eine Mischung von Apfelsorten. Doch auch dafür gibt es in den Obstbaumstücken von Bisses und Umgebung viele Möglichkeiten. Und so entstehen Produkte, die nicht nur an heißen Sommertagen zu genießen seien, sondern auch zum aufwärmen im Winter ihren Zweck erfüllen würden. Die Stöffchen können dabei sowohl mit Wasser als auch Limonade gestreckt werden. Und nach der kalten Auspressung könne an den Zwischenprodukten Most und Rauscher genippt werden.

Sieger leitet ein Jahr den Club

2018 ernteten und pressten die Appelwoifreunde bereits für den 33. Wettbewerb - jeder Keltermeister auf seine eigene Art. Immer im Mai bringen die Keltermeister ihr Produkt zu Sieger des Vorjahres. Dieser leitet den Club dann bis zur nächsten Prämierung. 2018 gewann Engelbert Schmidt. Er nahm die einzelnen Weine der Kelterer entgegen und legte die Platzierung fest. Sein Ergebnis versiegelte er in einem Couvert.

Im Bisser Feuerwehrgerätehauses haben sich am Samstag 15 Vereinsmitglieder der Jury gestellt - diese besteht aus den Mitgliedern selbst. Nur der Sieger des letzten Jahres scheidet aus, denn er kann die Weine den Kelterern zuordnen. Die übrigen 14 Keltermeister testen die unterschiedlichen Stöffchen und bewerteten sie nach Geschmack, Geruch und Aussehen. Um immer wieder einen neutralen Gaumen zu bekommen, reicht der Veranstalter trockenes Brot und Wasser. Dennoch sei die objektive Beurteilung von 15 unterschiedlichen Stöffchen an einem Abend eine schwierige Aufgabe. Für einen Wein können maximal 18 Punkte vergeben werden. Nachdem alle Juroren ihre Wertung abgegeben hatten, brach der Veranstaltungsleiter Engelbert Schmidt das Couvert mit seiner Wertung und verlas die von ihm vergebene Platzierung.

Gäste beweisen guten Geschmack

Der 15. und damit letzte Platz erreichte 124 Punkte. Mit 145 Punkten belegte Heinz Ott den sechsten Platz. Mit einem Punkt mehr gewann Roland Spengler den fünften Rang. Auf Platz vier landete Bernd Eiselt mit 148 Punktem darauf folgte Norbert Seibert mit 151 Punkten. Der Sieger des letzten Jahres, Engelbert Schmidt, wurde von seinen Kollegen mit 157 Punkt auf Platz zwei gewählt. Den Sieg holte sich Eckhard Hirt mit 160 Punkten. Er wird von nun an ein Jahr lang die Geschicke der Äppelwoifreunde Bisses leitet. Außerdem wird er im nächsten Jahr die Stöffchen in Empfang nehmen, wenn zum 34. Mal die Äppelwoiprämierung stattfinden wird.

Beim Wettbewerb wurden auch die Gäste aufgefordert zu wählen. Direkt nach der eigentlichen Prämierung der Bestplatzierten wurde aus dem Kreis der teilnehmenden Gäste ein Gastsieger ermittelt. Als Kennerin erwies sich Gabriele Schäfer aus Echzell. Sie setzte die gleiche Apfelweinsorte wie die 14 Juroren auf Platz eins.

Nach dem Testen der Weine wurde gemeinsam gegessen. Die zum Apfelwein passenden Speisen standen dabei ganz oben auf der Karte.

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