+
Auf dem Gelände des Steinbruchs will die Bingenheimer Saatgut AG gerne eine Reinigungshalle bauen.

Saatgut AG möchte aufs Steinbruchgelände

  • schließen

Echzell(sax). Deutlich weniger Verkehrsbelastung für das Wohngebiet Bingenheim verspricht das geänderte Erweiterungskonzept der Bingenheimer Saatgut AG. Diese möchte die ursprünglich "Auf den achtzehn Morgen" geplante Halle für die Saatgut-Reinigung im vorderen Bereich des Steinbruchgeländes bauen. Erste Gespräche seien positiv verlaufen, erklärte Gebhard Rosmanith, Vorstandsvorsitzender der Saatgut AG.

Die Halle solle zwischen dem jetzigen Transformatorenhaus und dem eigentlichen Steinbruch gebaut werden, erläuterte Rosmanith in der Gemeindevertretersitzung am Montag. "Uns wurde gesagt: Das könnt ihr vergessen, das aus dem Bergrecht und dem Rekultivierungsplan herauszubekommen", schilderte er die Skepsis, als er das Projekt erstmals angesprochen habe. Der Rekultivierungsplan sieht für das Gelände in diesem Bereich vor, eine Schafweide anzulegen. Rosmanith berichtete, das Bergamt habe Unterstützung signalisiert, wenn die Gemeinde das Projekt ebenfalls unterstütze.

Sollte die Saatgutreinigungshalle auf dem Steinbruchgelände gebaut werden, hätte das für alle Beteiligten Vorteile. Zwar würde auch im Areal "Auf den achtzehn Morgen", wenn die Halle dort gebaut würde, dadurch weniger Verkehr als durch eine Erweiterung des Wohngebiets entstehen. Jedoch würde der Neubau zu mehr Verkehr als bei der jetzigen landwirtschaftlichen Nutzung führen, räumte Rosmanith ein. Mit der Reinigungshalle würde auch der Lkw-Verkehr in den Steinbruch verlagert.

Außerdem würde kein wertvoller Ackerboden mit der Halle zugebaut, sondern bereits stark geschädigter Boden genutzt. "Auf den achtzehn Morgen" bliebe als Fläche, die für eine eventuelle spätere Erweiterung genutzt werden könne, erhalten. Der Eigentümer des Steinbruchs spare im Gegenzug Geld, das er sonst für die Herstellung der Schafweide ausgeben müsse.

Neben der Weiterentwicklung der Saatgut AG könnte das von dem Unternehmen angestoßene Projekt auch für die Gemeinde selbst positive Perspektiven eröffnen. Auf Nachfrage von Christa Degkwitz (Grüne) bestätigte Rosmanith, dass auch ein Neubau des Feuerwehrhauses dort denkbar sei. Auch Bürgermeister Wilfried Mogk habe diese Idee schon geäußert. "Wir finden das toll", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Die Gemeindevertreter erklärten einstimmig (bei einer Enthaltung), dass sie das Projekt unterstützen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare