Bescheidübergabe vor dem sanierten Hoftor (v. l.): Dirk Meißner vom Bauamt der Gemeinde Echzell, Bürgermeister Wilfried Mogk und Kreisbeigeordneter Matthias Walther.	FOTO: PRW
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Bescheidübergabe vor dem sanierten Hoftor (v. l.): Dirk Meißner vom Bauamt der Gemeinde Echzell, Bürgermeister Wilfried Mogk und Kreisbeigeordneter Matthias Walther. FOTO: PRW

Prägendes Hoftor wird erhalten

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Echzell (prw). Einst ein barocker Hof der Familie von Geismar und von Nordeck zur Rabenau aus dem 17. Jahrhundert ist das Gebäudeensemble in der Echzeller Lindenstraße Nummer 3 heute ein Kulturdenkmal. Das prägende Holztor ist jetzt aufwendig restauriert worden.

Die Anlage ist aus künstlerischen und geschichtlichen Gründen ein Kulturdenkmal. In der Denkmaltopografie des Wetteraukreises lässt sich lesen: »Rundbogig abgeschlossene Hofeinfahrt mit Muschel-nischen, diamantierten Quadern. Das kleinere Portal bezeichnet ›HZ 1620 ML‹. Über der Pforte Wappenstein mit Allianzwappen. Bedeutende Hofanlage der typischen Hakenform mit den adligen Stand der Bauherren betonenden Zutaten. Am Wohnhaus unter Schiefer reiches Fachwerk des 17. Jahrhunderts.«

Am imposanten zweiflügligen Holztor sind die Jahrhunderte nicht ohne Spuren vorbeigegangen. Auch moderne Anstrichmaterialien hatten dem Tor zugesetzt. Einen geeigneten Handwerker zu finden, der ein solch gewichtiges Unikat restaurieren kann, stellte sich als schwierig heraus. Allein wegen des Transports der Einzelteile musste ein Fachunternehmen passen. Ein ortsansässiger Zimmerer, der Erfahrungen an vielen Kirchen und Fachwerkhäusern gesammelt hat, machte sich schließlich an die Restaurierung der schwergewichtigen und unhandlichen Torflügel.

»Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen«, befand Kreisbeigeordneter und Denkmalschutzdezernent Matthias Walther kürzlich bei einem Ortstermin. 2000 Euro steuert der Wetteraukreis zu den Gesamtkosten von rund 20 000 Euro für die Restaurierung des großen Hoftors bei. Bei der Übergabe waren auch Bürgermeister Wilfried Mogk und Dirk Meißner vom Bauamt der Gemeinde zugegen. Walther: »Für das historische Umfeld ist dies ein stark prägendes und seltenes Hoftor. Dass es erhalten wurde, freut jeden, der hier vorbeikommt.«

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