Oft ohne Not im Einsatz

  • schließen

Trotz Grippewelle: Gemeindebrandinspektor Jan Rudel und sein Stellvertreter Stefan Hofmann konnten am Freitagabend zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung der vier Ortsteilwehren in der Gemeinde Echzell über 50 Personen im Gerätehaus in der Römerstraße begrüßen. Darunter waren auch Kreisbrandmeister Matthias Nickel (Glauberg), Gemeindebeigeordneter Klaus Scheuermann sowie Parteienvertreter.

Trotz Grippewelle: Gemeindebrandinspektor Jan Rudel und sein Stellvertreter Stefan Hofmann konnten am Freitagabend zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung der vier Ortsteilwehren in der Gemeinde Echzell über 50 Personen im Gerätehaus in der Römerstraße begrüßen. Darunter waren auch Kreisbrandmeister Matthias Nickel (Glauberg), Gemeindebeigeordneter Klaus Scheuermann sowie Parteienvertreter.

Auch Ehrungen standen an diesem Abend an: Dieter Koburger und Bernd Ostheim wurden für jeweils 40-jährigen Feuerwehrdienst vom Land Hessen mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande ausgezeichnet. Beide erhielten zudem die Anerkennungsprämie für 40 Jahre. Diese nahmen auch Thomas Bönsel und Eckhart Hirt in Empfang. Für zehn Jahre erhielt jene Patrick Pipp. Das Bronzene Leistungsabzeichen ging an Philipp Hinkel und das Eiserne Leistungsabzeichen an Martin Kirchner, Gero Fleischer und Annalena Möckel.

Gemeindebrandinspektor Rudel bezifferte den Stand der Einsatzkräfte zum Jahreswechsel mit 79 Personen, davon zehn Frauen. Die Zahl der Aktiven sei damit seit 2002 fast gleichgeblieben, was auf den Zuwachs bei den Frauen zurückzuführen sei. 2017 erhöhte sich die Anzahl der Einsatzkräfte wegen der Übernahmen aus den Jugendwehren um fünf. Um die Einsatzfähigkeit in der Kommune bei Tag und Nacht zu gewährleisten, tragen derzeit auch Mitglieder anderer Wehren bei, die ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde Echzell haben und bei Bedarf die hiesigen Gruppen bei Einsätzen unterstützen. Rudel ging auch auf die Atemschutzgeräteträger ein: Hier stütze man sich auf 26 Mitglieder. Zu 25 Einsätzen mussten die vier Echzeller Gruppen 2017 ausrücken.

Hand in Hand mit DLRG und DRK

Der schlimmste Brand im Vorjahr war das Feuer, das im Oktober in der Friedensstraße ausgebrochen war und bei dem die 72-jährige Bewohnerin ums Leben kam. Darüber hinaus wurden die Feuerwehrleute zu vielfältigen Einsätzen gerufen. Dass man zum angebrannten privaten Essen ausrücken müsste, hätte man sich vor 20 Jahre nicht vorstellen können, sagte Kreisbrandmeister Nickel. Darüber hinaus überwogen Kleinbrände auf diversen Grundstücken. Auch das Beseitigen von Ölspuren nach Unfällen und das Öffnen von Türen gehörten zum Pensum. Zur Prävention fanden zwei Brandschutzübungen in der Seniorenresidenz Bisses sowie bei den Echzeller Landfrauen statt.

Aus dem Jugendbereich berichtete Martin Kirchner. Die montäglichen Übungsstunden boten ein vielseitiges Programm von allgemeiner Jugendarbeit bis zur feuerwehrtechnischen Ausbildung. Hervorzuheben ist in Echzell die enge Zusammenarbeit mit dem DLRG und dem Jugendrotkreuz, was die Ausbildung auf eine breitere Basis stellt.

2018 sind die zentralen Hessischen Feuerwehrleistungsübungen im Mai und Juni wieder in Echzell vorgesehen. Die Abschlussübung ist für Oktober geplant. Zudem sollen Brandschutzschulungen bei verschiedenen Gruppen wie Firmen und Kommunen stattfinden.

Der Beigeordnete Scheuermann dankte in seinem Grußwort den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten für ihr Engagement. Dass die Einsätze zeitlich vorher nicht einzuordnen seien, erschwere die Arbeit. Er forderte in Zukunft ein noch engeres Zusammenrücken von Feuerwehr und Politik, um die Einsatzbereitschaft zu erhalten. Kreisbrandmeister Nickel lobte die Wehren für ihr Engagement und betonte die zunehmende Vielfältigkeit der oft unnötigen Einsätze.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare