Ökopunkte werden für Saatgut-Erweiterung verkauft

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Einstimmig haben sich die Gemeindevertreter dafür ausgesprochen, Ökopunkte der Gemeinde an die Bingenheimer Saatgut AG zu verkaufen. Diese benötigt die Punkte als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur bei der Erweiterung ihres Betriebs.

Einstimmig haben sich die Gemeindevertreter dafür ausgesprochen, Ökopunkte der Gemeinde an die Bingenheimer Saatgut AG zu verkaufen. Diese benötigt die Punkte als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur bei der Erweiterung ihres Betriebs.

Bürgermeister Wilfried Mogk wies auf die Pläne zur Erweiterung von Saatgutaufbereitung, Versuchsbetrieb und Versuchsfeld am nördlichen Ortsrand von Bingenheim hin. Um das Vorhaben umsetzen zu können, benötige die Saatgut AG noch 38 282 Ökopunkte. "Wir im Vorstand halten das für sinnvoll", erklärte der Bürgermeister die Unterstützung des Gemeindevorstands für das Projekt. "Wir haben ein sehr volles Ökopunktekonto."

Knapp 30 000 Euro Einnahmen

Insgesamt habe Echzell 657 391 Ökopunkte angesammelt. Dadurch seien auch nach dem Verkauf der von der Saatgut AG benötigten Punkte noch genügend Ökopunkte übrig, um eigene Vorhaben, etwa die Entwicklung von Baugebieten, ausgleichen zu können. Die Saatgut AG werde die 38 282 Ökopunkte zu einem Preis von 64 Cent pro Punkt zuzüglich Mehrwertsteuer ankaufen. Dadurch ergebe sich ein Gesamtbetrag von 29 155,57 Euro.

Ökopunkte können dazu verwendet werden, Eingriffe in die Natur auszugleichen. Sie werden vorher durch Verbesserungen der Umwelt geschaffen. Dazu zählen beispielsweise die Anlage von Streuobstwiesen, die Renaturierung von Gewässern oder die Einrichtung von Biotopen. Allerdings war der Handel mit den Ökopunkten bisher nicht immer so einfach wie in dem Fall, den die Echzeller Gemeindevertretung jetzt beschlossen hat.

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