Notlandung auf dem Acker

Echzell (pob/mlu). Auf einem Acker zwischen Berstadt und Echzell, östlich der Landesstraße, musste am Mittwoch ein Kleinflugzeug notlanden. Die vier Insassen der Piper-Propellermaschine kamen mit einem Schrecken davon.

Gegenüber der Wetterauer Zeitung wollten sie sich zu dem Vorfall nicht äußern, als sie die Unglücksstelle mit ihrem Gepäck Campingausrüstung – verließen. Die Piper Warrier II gehört einer Flugschule, die am Reichelsheimer Flughafen ansässig ist.

Nach ersten Erkenntnissen war sie in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern gestartet und sollte in Reichelsheim landen – der Pilot hatte sich bereits bei der Flugaufsicht im Kontrollturm angekündigt, schaffte es wegen Spritmangels aber nicht mehr bis zur Landebahn. Gegen 12 Uhr setzte er zur Notlandung an. Polizei und Feuerwehr rückten aus. Augenscheinlich wurde das Flugzeug nur am Bugrad beschädigt, das beim Aufsetzen oder Schlittern über die Erde vom Rumpf brach. Das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurde eingeschaltet. Die Maschine sollte noch am selben Tag geborgen werden.

Erinnerungen an vergangene Luftfahrtunglücke werden bei Vorfällen wie diesem wach. Im Dezember 2012 prallten zwei Kleinflugzeuge über Wölfersheim zusammen, acht Menschen starben, darunter vier Kinder. 2006 starben zwei Insassen eines Ultraleichtflugzeugs, das nach dem Start in Reichelsheim bei Echzell in ein Waldstück stürzte und ausbrannte. Unverletzt blieben die beiden Insassen einer Piper Malibu, die 2001 auf einem Acker bei Nieder-Wöllstadt notlandete. Sie war ebenfalls in Reichelsheim gestartet. Auch in den 1990er Jahren ereigneten sich einige Abstürze und Bruchlandungen rund um Reichelsheim.

 

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