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Alfred Pika (3. v. l.) hat in Echzell 180 Flipperautomaten. Er und seine Tochter Anita Gewehr (2. v. l.) sprechen mit den FDP-Politikern Peter Heidt (l.), Dr. Jörg-Uwe Hahn und Julia Raab über aktuelle Probleme.

Lockdown und Strafzoll

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Echzell (pm). In den Räumlichkeiten des alten Supermarkts wird wohl jeder Flipper-Liebhaber fündig. Rund 180 Flipper-Geräte stehen dort in Echzell. Neben dem Verkauf von neuen und gebrauchten Automaten bietet das Familienunternehmen »Freddy’s Pinball Paradise« auch die Wartung, Reparatur und Pflege von Automaten an. Zudem betreibt Yvonne Pika, eine von zwei Töchtern des Gründers und Geschäftsführers Alfred Pika, einen Onlineshop, über den Flipper-Liebhaber Geräte oder Ersatzteile erwerben können.

Der hessische FDP-Landtagsvizepräsident Dr. Jörg-Uwe Hahn hat mit dem Bundestagsabgeordneten und Spitzenkandidaten für die Wetterauer Kommunalwahl, Peter Heidt, und der Vorsitzenden des FDP-Ortsverbandes Wetterau Nord, Julia Raab, »Freddy’s Pinball Paradise« besucht. Davon berichten die Liberalen nun in einer Pressemitteilung.

Die Flipper-Location, die Platz für rund 200 Personen bietet, vermietet auch Automaten für Events. Zudem wurden an einem Samstag im Monat die Türen des Flipper-Saloons geöffnet. Alfred Pika und dessen Tochter Anita Gewehr, die im Unternehmen den Bereich Marketing und Kommunikation verantwortet, erzählten die Geschichte rund um das Unternehmen. »Schon in meiner Jugend haben mich Flipperautomaten begeistert, die Geräte haben mich mein ganzes Leben lang hobbymäßig begleitet«, sagte Pika. Den alten Supermarkt in Echzell habe er eigentlich im Jahre 2010 erworben, um seine private Sammlung unterzubringen. »Das Hobby habe ich dann zu meinem Beruf gemacht. 2013 fand hier in Echzell die erste Flipper-WM in Deutschland statt, Gäste aus verschiedensten Ländern und Regionen waren in der Wetterau zu Gast.«

Gewehr schilderte den Liberalen die aktuelle Situation. »Seit März 2020 konnten wir aufgrund der Corona-Pandemie kein Flipper-Event mehr durchführen. Durch den Lockdown dürfen wir zudem derzeit keine Kunden in unseren Geschäftsräumen empfangen, sodass das einzige Geschäft über den Online-Handel abgewickelt wird«, berichtet Gewehr. »Unsere Kunden möchten aber oftmals die Flippergeräte testen, um vor dem Kauf das Gerät mit seinem Spielverhalten selbst erleben zu können.« Ein handelsübliches neues Flipper-Gerät koste zwischen 7000 Euro und 15 000 Euro, gebrauchte Automaten seien deutlich günstiger. »Die Corona-Krise hat vielen Unternehmen auch im Wetteraukreis enorm geschadet. Die Verantwortlichen müssen endlich Wege aus dem Lockdown finden, sodass auch hier im Freddy’s Pinball Paradise unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen schon bald wieder Kunden in die Flipper-Welt eintauchen dürfen«, sagte Heidt.

Handelskonflikt wirkt sich aus

Pika berichtete zudem von einem Problem, das den Verkauf von Geräten erschwere. »Wir importieren unsere neuen Flipperautomaten aus den USA. Leider hat die EU im Handelskonflikt mit den USA ausgerechnet die Nische Flipperautomaten mit einem Strafzoll von 25 Prozent belegt.« Hahn zeigte sich verärgert über den Konflikt zwischen den USA und der EU. Er plädierte für Gespräche über den Abbau der Handelsbarrieren. »Ein partnerschaftliches Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA muss das Ziel sein.«

Julia Raab sagte: »Freddy’s Pinball Paradise versetzt einen mit seinen Automaten-Klassikern in frühere Zeiten zurück. Der Saloon ist für die gesamte Wetterau eine echte Bereicherung und erfährt hoffentlich künftig weiteren Zuspruch.«

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