Leerstand effektiv bekämpfen

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Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montag für eine Bewerbung für das Städtebauförderprogramm "Aktive Kernbereiche in Hessen" aus. Bürgermeister Wilfried Mogk erläuterte, dass die Gemeinde wegen der am 15. Mai abgelaufenen Frist die Bewerbung bereits vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindevertretung abgeschickt habe. Das Programm fördert besonders Maßnahmen, die die Nutzung leerstehender Gebäude oder ungenutzter Grundstücke zum Ziel haben.

Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montag für eine Bewerbung für das Städtebauförderprogramm "Aktive Kernbereiche in Hessen" aus. Bürgermeister Wilfried Mogk erläuterte, dass die Gemeinde wegen der am 15. Mai abgelaufenen Frist die Bewerbung bereits vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindevertretung abgeschickt habe. Das Programm fördert besonders Maßnahmen, die die Nutzung leerstehender Gebäude oder ungenutzter Grundstücke zum Ziel haben.

Mogk wies darauf hin, dass Echzell sich bereits zweimal erfolglos für das Programm "Stadtumbau in Hessen" beworben habe. Das jetzige Programm "Aktive Kernbereiche" sei ähnlich aufgebaut. "Das kommt uns bei der Schaffung von Wohnraum im Ortskern entgegen", hofft er.

In der Beschlussvorlage wird erläutert, dass das Förderprogramm den Funktionsverlusten der städtischen Kernbereiche entgegenwirken solle. Es sollten Schwerpunkte für Standorte von Wirtschaft und Kultur sowie für Lebens-, Wohn- und Arbeitsstandorte gesetzt werden. Dabei sollen Wohn- und Aufenthaltsqualität gestärkt und langfristig gesichert werden. Die Fördermittel seien zur Aufwertung des öffentlichen Raums, für Bau- und Ordnungsmaßnahmen prägender Bausubstanz sowie Maßnahmen zur Zwischen- und Wiedernutzung leerstehender oder nicht ausreichend genutzter Gebäude und Grundstücke gedacht. Außerdem würden Maßnahmen zur Stärkung von Handel, Dienstleistungen und Gewerbe gefördert.

Mogk erklärte, die (unter Vorbehalt) frühzeitig abgegebene Bewerbung verbessere die Chancen. "Wenn man bei den Ersten ist, die sich bewerben, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass man berücksichtigt wird."

Philip König (SPD) lobte, "das Programm bietet den idealen Rahmen, die Gemeinde strukturiert weiterzuentwickeln." Diesem Lob schloss sich auch Dr. Jochen Degkwitz (CDU) an. Zwar brauche man einige Phantasie, um im Antragstext Echzell zu erkennen, kommentierte er den Zuschnitt des Programms auf städtische Gebiete. Die Erläuterungen im Internet, in denen innovative Lösungen für leerstehende Fachwerkbestände gefordert würden, träfen schon eher die Bedürfnisse Echzells.

Sebastian Tinz (CDU) kritisierte, dass die Gemeindevertreter erst nach der Bewerbung um ihre Zustimmung gebeten würden. "Das ist das zweite Mal in einem Jahr, dass die Gemeindevertretung nachträglich legitimieren darf, was bereits beschlossen ist", ärgerte er sich.

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