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Jeder Hahnenschrei wird notiert: Der eine hat mehr, der andere weniger zu zählen.

Hähne krähen um die Wette

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Echzell (pm). Was dem einen lästig, ist dem Geflügelzuchtverein Bingenheim einen eigenen Wettbewerb wert: Beim traditionellen Hähnewettkrähen gilt es herauszufinden, wer den größten Schreihals im Stall hat.

Bei sonnigem Wetter und bester Laune gingen diesmal 64 Hähne an den Start. 16 Helfer waren damit beschäftigt, eine Stunde die Krährufe der Kontrahenten zu zählen. »Gerade die Zwergrassen zeichnen sich durch besonders häufiges Krähen aus«, sagte Timm Miunske, Schriftführer des Geflügelzuchtvereins.

Schweigen im Käfig

Die Mitglieder des Vereins waren zahlreich erschienen und erfreuten sich bei bestem Wetter an Gesellschaft und Grillbuffet. Man könnte meinen, die vielen Hähne markierten mit ihren Rufen auch die Rückkehr zum aktiven Vereinsleben, mussten doch derlei Veranstaltungen im vergangenen Jahr pandemiebedingt abgesagt werden.

»Natürlich geht es bei solchen Veranstaltungen um den Spaß für Groß und Klein«, meinte der Vorsitzende Torsten Stephan. So waren besonders viele Hähne gerade von den Kindern und Jugendlichen des Vereins an den Start gebracht worden.

Den Sieg errang am Ende der Lakenfelder Hahn von Robin Seifert mit 189 Krährufen für sich. Gekrönt wurde der Eifer des Gockels mit einem feudalen Pokal. Aber auch die stillen Kandidaten kamen zu ihrer Ehre. So wurde unter anderem der Hahn von Pfarrer Joachim Sylla, bedingt durch einstündiges Schweigen, zum besonders nachbarschaftsfreundlichen Teilnehmer gekührt. Das wortkarge Tier darf sich zur Belohnung über einen Sack Futter freuen. Sicherlich jubelt auch der ein oder andere Nachbar über einem solchen Kandidaten.

Begleitet wurde das Spektakel von einem Kamerateam des Hessischen Rundfunks und eines Reporters für HR1 und HR4. Das Ergebnis der Dreharbeiten war bereits in der abendlichen »Hessenschau« zu sehen. Auch Moderator Thomas Koschwitz hatte in seiner morgendlichen Sendung noch sichtlich Freude an der vortägigen Veranstaltung.

Besonders großen Spaß hatten wiederum die Mädchen und Jungen des Geflügelzuchtvereins an verschiedenen Hühnern und Wachteln, die der zweite Vorsitzende Martin Nau präsentierte. Zum Publikumsliebling avancierte dabei eine Glucke mit ihren zahlreichen Küken.

Der Geflügelzuchtverein Bingenheimer freute sich über die rege Teilnahme und blickt zuversichtlich nach vorne: auf einen vollen Veranstaltungskalender für 2021.

Der Beitrag des Hessischen Rundfunks ist zum Nachschauen in der Mediathek zu finden, wie der Verein weiter mitteilt.

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