Feuerwehrhaus kann kommen

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In ihrer jüngsten Sitzung haben die Gemeindevertreter mit großer Mehrheit beschlossen, den Bebauungsplan für ein neues Feuerwehrhaus in Bingenheim aufzustellen. Auch Flächen für den Geflügelzuchtverein in der Nähe des Friedhofs sind darin vorgesehen. Diskutiert wurde über die Fläche, die zukünftig von den Züchtern genutzt werden soll.

In ihrer jüngsten Sitzung haben die Gemeindevertreter mit großer Mehrheit beschlossen, den Bebauungsplan für ein neues Feuerwehrhaus in Bingenheim aufzustellen. Auch Flächen für den Geflügelzuchtverein in der Nähe des Friedhofs sind darin vorgesehen. Diskutiert wurde über die Fläche, die zukünftig von den Züchtern genutzt werden soll.

Der Neubau des Feuerwehrhauses soll auf der parkähnlichen Anlage zwischen den Straßen "Blofelder Weg" und "Am Welschbach" entstehen. "Die vorhandenen Gehölz- und Baumstrukturen in den Randbereichen des Grundstücks des zukünftigen Feuerwehrhauses sollen erhalten werden", heißt es in der Sachdarstellung zur Beschlussvorlage.

Auf einer Streuobstfläche neben dem Friedhof sollen außerdem die Mitglieder des Geflügelzuchtvereins die Möglichkeit haben, ihrem Hobby nachzukommen. Wegen der räumlichen Nähe zu dem Grundstück für das Feuerwehrhaus wurde dieser Bereich mit in den Bebauungsplan aufgenommen.

Nachfragen kamen in der Sitzung nur zu diesem Teil der Planung. Christa Degkwitz (Grüne) wies darauf hin, dass der Plan in diesem Bereich erhebliche Umweltauswirkungen haben werde. "Zwischendurch hat man erfahren, dass es da einen Schmetterling gibt, der sehr selten ist."

Bürgermeister Wilfried Mogk erklärte: "Wir haben einen Artenschützer über die Fläche geschickt." Der Ameisenbläuling komme nicht vor. Es sei lediglich die Pflanze entdeckt worden, in welcher der Schmetterling seine Eier ablege. Die Streuobstwiesen seien aber schützenswert; auch wegen der dort vorhandenen Vogelarten. Hier solle über entsprechende Flächen ein Ausgleich geschaffen werden. Mit den Behörden solle geklärt werden, ob für die Vögel ein neues Habitat zur Verfügung gestellt werden könne.

Auf Nachfrage von Sebastian Tinz (CDU) erklärte Mogk, dass nur auf den Streuobstflächen für den Geflügelzuchtverein schützenswerte Vogelarten gefunden worden seien; der Feuerwehrneubau sei nicht betroffen.

Degkwitz hakte nach, ob nicht auch auf dem Gelände, das der Verein derzeit nutze, Baurecht geschaffen werden könne. Kathrin Färber, Mitarbeiterin des Planungsbüros Holger Fischer, das den Bebauungsplan für die Gemeinde erstellt, erläuterte, dass die vorhandenen Bauten des Vereins nicht "baurechtlich gesichert" seien. "Auf dieser Fläche ist das gesetzlich nicht möglich."

Zum weiteren Vorgehen erklärte Bürgermeister Mogk, dass die Gemeinde die Streuobstflächen ankaufen wolle, um sie später an den Verein zu verpachten. Konkrete Gespräche mit den Eigentümern über den Verkauf habe es noch nicht gegeben, es könne ja noch etwas dazwischenkommen. Bei Enthaltung der drei Gemeindevertreterinnen der Grünen wurde die Aufstellung des Bebauungsplans einstimmig beschlossen.

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