+
Glücklicher Sieger: Wilfried Mogk wird mit 82,9 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Mit dem Ergebnis ist er "sehr zufrieden", wie er sagt.

Bürgermeisterwahl

Echzell: Bürgermeister Mogk mit 82,9 Prozent bestätigt

  • schließen

Bestätigung für Wilfried Mogk: Der amtierende Bürgermeister von Echzell ist mit 82,9 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden.

4325 Echzeller waren zur Bürgermeisterwahl in der Gemeinde aufgerufen, 2649 davon haben ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 61,3 Prozent.

Insgesamt haben 2154 Wähler dafür gestimmt, dass der parteilose Mogk als Bürgermeister im Amt bleibt. 444 Echzeller stimmten dagegen (17,1 Prozent), 51 Stimmzettel waren ungültig (1,9 Prozent).

Mogk zeigte sich am Sonntagabend erfreut über das Ergebnis. "Ich hatte mir ein Ergebnis zwischen 70 und 80 Prozent gewünscht, weil ich überzeugt davon bin, dass ich gut gearbeitet habe", sagte der 54-Jährige. "Dass ich sogar auf über 80 Prozent komme, ist noch mal ein Sahnehäubchen."

Zu Besuch am Wahlabend war auch Amtskollegin Cäcilia Reichert-Dietzel aus Ranstadt ins Echzeller Rathaus gekommen. "Ich habe auch gesagt, ich brauche keinen Gegenkandidaten", sagte sie. "Aber ganz ohne ist es doch komisch." Mogk sagte: "Die Nein-Stimmen sind mein Gegenkandidat."

Obwohl er versuchte, sich gelassen zu geben, war ihm die Spannung bei der Beobachtung der Auswertung der Wahlergebnisse aus den einzelnen Bezirken im Rathaus anzumerken. Die erwies sich als Wechselbad. Zwar gab es in Bisses/Grund-Schwalheim mit 87,5 Prozent ein außerordentlich gutes Ergebnis. Und auch im Bezirk Preulen/Rodkopf fiel die Zustimmung mit 85,82 überdurchschnittlich aus. Dafür drückten die Ergebnisse aus der Kerngemeinde und die der Briefwähler mit jeweils knapp über 80 Prozent das Endergebnis auf 82,9 Prozent.

Enttäuscht zeigte sich Mogk über die vor allem anfangs, bevor die Briefwahlstimmen ausgewertet worden waren, niedrige Wahlbeteiligung von weniger als 45 Prozent. Sie lag bei der Bürgermeisterwahl unter der der Europawahl. Nachdem auch die Stimmen der Briefwähler ausgezählt waren, stieg die Wahlbeteiligung jedoch auf 62,7 Prozent bei der Europawahl und 61,3 Prozent bei der Bürgermeisterwahl. Damit lag sie deutlich unter dem Wert von Mogks erster Wahl: 2013 hatten 72,5 Prozent der Stimmberechtigten an der Bürgermeisterwahl teilgenommen. Damals gab es jedoch einen Gegenkandidaten, zudem war am selben Tag auch der Land- und der Bundestag neu gewählt worden.

Am Ende zeigte sich Mogk mit der leichten Verbesserung des Ergebnisses von vor sechs Jahren zufrieden. "Es gibt immer ein paar, denen man es nicht recht machen kann. Vielleicht gelingt es mir, wenn ich in sechs Jahren wieder antrete, auch die Zweifler zu überzeugen." Mogk dankte allen Bürgern, die ihm ihre Stimme gegeben hatten und seinen Unterstützern in der Politik. Als Einzelperson könne er auch als Bürgermeister nicht viel bewegen. "Ich brauche politische Partner." Sein allergrößter Dank gelte allerdings seiner Familie, die wegen des Amtes sehr häufig auf ihn verzichten müsse. Dennoch habe sie ihn unterstützt. Seine Söhne, erzählte er, haben zum Beispiel gemeinsam mit ihm Wahlwerbung ausgetragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare