Nach einem Treppensturz in Echzell zog die AOK gegen die Stadt vor Gericht. (Symbolbild)
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Nach einem Treppensturz in Echzell zog die AOK gegen die Stadt vor Gericht. (Symbolbild)

Krankenkasse unterliegt vor Landgericht

Schlappe für die AOK: Wetterauer Gemeinde muss nach Treppensturz nichts zahlen

  • vonConstantin Hoppe
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Wirbel gebrochen, Operation im Krankenhaus: Ein Treppensturz hat für einen 60-Jährigen fatale Folgen. Die AOK sieht die Schuld bei der Gemeinde und klagt auf Schadensersatz- vergebens.

Echzell – Es ist der 27. Juni 2019, als ein heute 60-Jähriger Mann auf der Treppe vor dem Haus, in dem sich seine Wohnung befindet, stürzt. Eine Stufe hat sich unter seinem Gewicht gelockert. »Ich hörte ein Knirschen, dann sackte die Stufe unter mir ein paar Zentimeter ab«, berichtet der Mann. Der Schulbusfahrer brach sich mehrere Wirbel und wurde per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo eine Operation nötig wurde. Deshalb standen sich in den vergangenen Wochen die Gemeinde Echzell (Wetteraukreis) als Eigentümerin des Gebäudes und die Krankenkasse AOK in einem Zivilverfahren am Gießener Landgericht gegenüber.

AOK klagt gegen Echzell (Wetteraukreis) : Zu viele Widersprüche

Die AOK forderte 45 000 Euro Schadensersatz für die Behandlung des Mannes von der Gemeinde, da diese ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen sei. Am Dienstag nun gab es die Entscheidung: Die Klage wurde abgewiesen. »Aufgrund der Aussage des Zeugen und der Klageschrift haben sich zu viele Widersprüche über die Abläufe ergeben«, sagte Richterin Christiane Hainmüller. Das bedeutet, die Gemeinde muss nicht für die erhobenen Schadensersatzansprüche aufkommen. Damit können nun auch endlich Reparaturarbeiten an der genannten Treppe stattfinden: Diese wurden bislang mit Verweis auf Beweissicherungsgründe nicht durchgeführt und die Treppe nur gesperrt.

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