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Die Teilnehmer haben sich die Kunstgießerei Rincker in Sinn angeschaut. Es ist die älteste Glockengießerei Europas in Familienbesitz.

Ausflug im Zeichen der Glocken

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Echzell(pm): Die Burg Greifenstein im Westerwald und die Besichtigung einer Glockengießerei waren die Ziele des diesjährigen Tagesausflugs der Echzeller Wanderfreunde. Das Programm begann mit der Besichtigung der sehr bekannten Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn. Die Anfänge der Gießerei sind nur schwer auszumachen. Fest steht, dass es sich um die älteste Glockengießerei Europas in Familienbesitz handelt, die mindestens seit 1590 Kunstguss in allen Größen, Metallen und Legierungen in bester Qualität produziert. Hierunter versteht sich die Herstellung, Lieferung, Montage, sowie der Wartungsdienst für Glocken, Glockenspiele, Läutemaschinen und Turmuhren. Der Juniorchef der Firma informierte die Echzeller ausführlich über den hoch interessanten und sehr aufwendigen Vorgang der Glockenherstellung, an deren Vorgehensweise sich seit über 400 Jahren praktisch nichts verändert hat.

Nach dieser eindrucksvollen Firmenbesichtigung ging es weiter zu einem gemeinsamen Mittagsessen in "Gitti’s Almhütte" in Greifenstein. Anschließend begaben sich die Echzeller Wanderer zu Fuß auf die Burg Greifenstein mit einem Besuch der Burganlage und der "Glockenwelt". Die Burgruine im Westerwald vermittelt heute noch den Eindruck einer imposanten Wehranlage. Im 17. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Höhenburg als Residenz der Grafen Solms-Greifenstein ausgebaut. In dieser mächtigen, ovalen Bastion mit tiefen Wandnischen befindet sich seit 1984 ein Glockenmuseum. Zu sehen und zu hören sind hier Glocken aus aller Welt und aus einem Zeitraum von etwa tausend Jahren. Dabei erfuhren die Besucher viel über unterschiedliche Funktionen der Glocken, ihre Geschichte und Form, ihre Herstellung und ihr Schicksal in Friedens- und Kriegszeiten.

Die vielfältigen Glocken in der "Glockenwelt" lassen sich mit Gummihämmern zum Klingen bringen. Außerdem wird durch die Glockenschläge ein "Klangwellenbild" erzeugt, das die Kuppel der Bastion illuminiert. Nach diesem Rundgang war als nächstes Ziel die Ulmtalsperre eingeplant. Angeboten war eine Wanderstrecke von vier Kilometern bzw. die Fahrt mit dem Bus. Die Talsperre liegt im Ulmtal im hessischen Westerwald, einer naturbelassenen Berg- und Hügellandschaft zwischen Frankfurt und Köln in der Gemeinde Greifenstein, die als waldreichste Gemeinde Hessens gilt. Hier bestand die Möglichkeit bei Kaffee und Kuchen den Tag Revue passieren und gemütlich ausklingen zu lassen, bevor die Heimreise angetreten wurde. Wanderwart Adolf Hinterland plante und organisierte den Ausflug.

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