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Aschermittwoch am Freitag

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Echzell(sax). Zwar ist auch bei den Landfrauen Echzell die Faschingssaison am Aschermittwoch vorbei. Doch gefeiert wird der Abschluss der ebenso schönen wie anstrengenden Wochen erst am folgenden Freitag. Denn den Beginn des Wochenendes nutzen die Landfrauen für ein gemütliches Beisammensein, in der die Fastnacht auch symbolisch beerdigt wird.

Diese Tradition pflegen die Landfrauen schon seit Jahren. Damit sie weiterhin lebendig bleibt, wird sie immer wieder abgewandelt und ergänzt. So wurde diesmal im Feuerwehrhaus in Bisses gefeiert. Mit Leuchtstäben und -ringen wanderten die Landfrauen die wenigen Kilometer in den Ortsteil, wie sie sich anschließend mit einem üppigen Buffet belohnten. Dazu gehörte natürlich auch Sahnehering. Aber auch Schwartenmagen, Blut- und Leberwurst durften nicht fehlen.

Reinigung von den Faschingssünden

Eine Premiere in diesem Jahr war auch die symbolische Reinigung von den Faschingssünden zu Beginn der Fastenzeit. Dazu konnte jede der Landfrauen Verfehlungen, die sie während der tollen Tage begangen hatte, auf einen Zettel schreiben, der anschließend in einem Feuerkorb verbrannt wurde. Größere Sünden waren offenbar nicht darunter, zumindest stiegen aus dem Korb keine farbigen Stichflammen empor. Wie es zu interpretieren ist, dass die Flammen sich mehrfach weigerten einzelne Zettel entgegen zu nehmen und sie stattdessen immer wieder aus dem Feuer geweht wurden, wurde bei dem Ritual diskutiert.

Den Schlusspunkt unter die Faschingskampagne setzten schließlich Johanna Hennig und Thorsten Schuhmacher, die das Publikum bereits durch das Programm der Sitzungen geführt hatten. In einer kurzen gereimten Ansprache erinnerten sie an Höhepunkte der Abende in der Horlofftalhalle und die gemeinsame Zeitreise.

Mit der symbolischen Bestattung der Echzeller Landfrauenbiene in ihrem Sarg fand die Faschingskampagne 2019/2020 ihr Ende in der traditionellen Form.

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