Drogenshop: Angeklagte legen Revision ein

Gießen/Ortenberg (dpa). Die mutmaßlichen Hintermänner des Drogen-Onlineshops »Chemical Revolution« gehen gegen ihre Verurteilungen zu Haftstrafen vor. Bis auf einen der sieben Angeklagten hätten alle Revision eingelegt, teilte eine Sprecherin des Landgerichts Gießen mit. Dieses hatte die Männer, darunter den mutmaßlichen Initiator aus dem Landkreis München, Anfang August verurteilt, weil sie in unterschiedlichen Funktionen für den Shop tätig gewesen sein sollen.

Ermittler hatten die Plattform und den Shop als den bundesweit größten seiner Art bezeichnet.

Nach Feststellung des Gerichts waren kiloweise Betäubungsmittel wie Amphetamin, Cannabis oder Kokain und Ecstasy für den Online-Verkauf ab Herbst 2017 von den Niederlanden nach Deutschland gebracht worden, unter anderem nach Ortenberg. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe überwiegend eingeräumt. Das Gericht verhängte Haftstrafen zwischen zwei Jahren und acht Monaten sowie neun Jahren und zwei Monaten. Nun muss sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen.

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